Prügelattacke Rihanna schämt sich für Liebe zu Chris Brown

Er hat sie geschlagen - doch Rihanna ist nur schwer von ihrem Ex-Freund Chris Brown losgekommen. Nun hat die R&B-Sängerin gestanden: Sie schämt sich für diese Liebe. Und fühlte sich aus einem uneigennützigen Grund zu einer Trennung verpflichtet.

ddp

Los Angeles - Ihre Geschichte füllte die Klatschblätter, ein Foto von der misshandelten Sängerin kursierte im Internet. Lange hat Rihanna in der Öffentlichkeit zu der Prügelattacke von Chris Brown und ihrer Beziehung geschwiegen. Nun hat sie in einem Interview offen über ihre Gefühle gesprochen. "Ich habe mich in diesen Menschen verliebt", sagte Rihanna in in der Sendung "Good Morning America" und weiter: "Das ist beschämend."

Sie habe acht oder neun Anläufe gebraucht, um die Beziehung endgültig zu beenden. "Es ist ziemlich einfach, wieder zurückzugehen", sagte sie auf die Anmerkung von ABC-Moderatorin Diana Sawyer, dass Frauen im Durchschnitt sieben Versuche bräuchten, bis sie einen Partner, der sie misshandelt, verlassen könnten. Rihanna kennt dieses Probleme: "Man fängt an, sich selber zu belügen. Die körperlichen Wunden heilen." Dann wolle man, dass alles vergeht.

Sie habe aber erkannt, dass ihr Verhalten nach dem Missbrauch Auswirkungen auf Tausende beeinflussbare Mädchen habe. "Als ich gemerkt habe, dass meine Entscheidung für die Liebe dazu führen könnte, dass einige junge Mädchen vielleicht sogar sterben, konnte ich das nicht länger auf die leichte Schulter nehmen." Selbst wenn Chris Brown sie nie mehr geschlagen hätte - aber vielleicht wären andere Mädchen weiter von ihren Freunden geschlagen worden. "Mir war nicht klar, wie groß mein Einfluss auf diese Mädchen war, bis das alles passiert ist", so die Sängerin.

Am 8. Februar hatte Brown im Streit so schwer auf seine damalige Freundin eingeprügelt, dass die Sängerin ihren Auftritt bei der Grammy-Verleihung am darauffolgenden Tag absagen musste. Im August wurde Brown zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und der Ableistung von Sozialstunden verurteilt. Zudem muss er zu seiner Ex-Freundin einen Mindestabstand von 90 Metern einhalten.

Am meisten habe sie damals erniedrigt, dass ein Foto mit ihren Verletzungen publik wurde, sagte Rihanna in dem nun veröffentlichten Interview: "Ich dachte, jetzt ist mein kleines bisschen Privatsphäre ganz dahin."

siu



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