Putin Leoparden küsst er nicht

Wladimir Putin hat sich schon oft in der Öffentlichkeit als kraftstrotzendes Mannsbild präsentiert. Nun hat Russlands Ministerpräsident erneut eine Gelegenheit genutzt, zu zeigen, dass er sich auch vor wildesten Tieren nicht fürchtet: Zähnefletschende Leoparden sind für Putin "hübsch".

REUTERS

Moskau - Mit nacktem Oberkörper auf einem Pferd oder im Tarnanzug beim Holzzerkleinern - Wladimir Putin lässt die Öffentlichkeit gern an seinen Macho-Auftritten teilhaben. Vor wenigen Wochen befestigte der für seine Sensationslust bekannte russische Ministerpräsident bei einem Tauchgang einen Sender an einem Beluga, vor einem Jahr betäubte er mit einem Pfeilschuss einen Tiger, als dieser einer Gruppe von Journalisten zu nahe kam.

Nun waren die russischen TV-Teams mit laufenden Kameras dabei, als Putin in einer Zuchtstation in Sotschi zwei Leoparden aus Turkmenistan in Empfang nahm.

Ein vergleichsweise harmloser Termin: Putin setzte seine Sonnenbrille ab und näherte sich den Leoparden, die die Zähne bleckten. Den Staatsmann ließ das kalt - vielleicht aufgrund des Käfiggitters, das ihn von den Wildkatzen trennte. "Sie sind sehr hübsch", sagte Putin über die Leoparden und dankte dem turkmenischen Präsidenten Gurbanguly Berdymuchammedow per Handy für das Geschenk.

Turkmenistan hat die Tiere, die vom World Wide Fund for Nature (WWF) aufgezogen werden sollen, für eine Wiederansiedlung in Russland spendiert. Seit rund einem Jahrhundert gab es im Kaukasus keine Leoparden mehr. Nun sollen sie mit Hilfe Turkmenistans und Irans wieder angesiedelt werden.

siu/AFP

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