Gestorben im Alter von 96 Jahren Queen Elizabeth II. ist tot

Eine Ära geht zu Ende: Queen Elizabeth II. ist gestorben, sie wurde 96 Jahre alt. Die letzten Stunden verbrachte sie auf ihrer Sommerresidenz. Nachfolger auf dem Thron ist ihr Sohn Charles.
Königin Elizabeth II.(Foto vom Mai 2021)

Königin Elizabeth II.(Foto vom Mai 2021)

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Chris Jackson / AFP

Die britische Königin Elizabeth II. ist tot. Sie starb am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral in Schottland, wie der Palast mitteilte. Ihr Sohn Charles ist nun König.

Charles und seine Frau Camilla werden nach Palastangaben an diesem Abend auf dem Landsitz bleiben und am Freitag nach London zurückkehren. Queen-Enkel Prinz William rückt nun zum Thronfolger auf. Nummer zwei in der Thronfolge ist nun der neunjährige Prinz George.

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Der Palast hatte bereits am Mittag mitgeteilt, dass die Ärzte der Königin »besorgt« wegen ihres Gesundheitszustands seien und medizinische Überwachung empfohlen hätten. Ihre vier Kinder sowie ihre Enkelsöhne waren daraufhin nach Schloss Balmoral geeilt.

Obwohl die britische Monarchin über keine politische Macht verfügte, galt sie als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten unserer Zeit. Mit unbedingtem Pflichtbewusstsein und Beständigkeit führte sie das Land durch große Veränderungen.

Als sie 1952 Königin wurde, war Großbritannien noch eine Kolonialmacht. 1997 wurde als letzte größere Kolonie Hongkong an China übergeben. Durch den Commonwealth pflegte die Queen später weiterhin den Kontakt zu den ehemaligen Kolonien.

Krisen und Tragödien in der Familie

Schon als 13-Jährige hatte Elizabeth sich in den schneidigen Philip Mountbatten verliebt. Der griechische Prinz aus einem dänisch-deutschen Adelshaus war zeitlebens ihre große Stütze. Die Ehe währte bis zu Philips Tod im April 2021 im Alter von 99 Jahren.

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Königin, Kraftfahrerin, Corgi-Liebhaberin: Das Leben von Queen Elizabeth II.

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Universal History Archive/ REX / action press

In der Familie der Königin gab es immer wieder Krisen und Tragödien. Dazu zählten der Unfalltod ihrer Ex-Schwiegertochter Prinzessin Diana, aber auch die Vorwürfe im Missbrauchsskandal gegen ihren Sohn Andrew und der Rückzug des Enkels Harry von seinen royalen Pflichten. Die Queen ertrug alles mit stoischer Ruhe.

Sie äußerte sich auch nicht zum Brexit

Ihre große Leidenschaft galt Hunden – ihren Corgis – und Pferden. Noch bis ins hohe Alter stieg sie in den Sattel. Dabei verzichtete sie auf einen schützenden Reiterhelm und bevorzugte stattdessen ein Kopftuch.

Aus politischen Angelegenheiten hielt sich die Monarchin stets heraus. Auch zum Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union (Brexit) äußerte sich die Queen nicht.

Sie absolvierte Hunderte Auslandsreisen, auch mehrere nach Deutschland. Zuletzt besuchte sie die Bundesrepublik bei einem Staatsbesuch 2015. Zu ihren Stationen gehörten Berlin, Frankfurt am Main und das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Als wichtigste Reise gilt ihr Besuch in Irland 2011. Sie wurde als Versöhnungsgeste gefeiert. Zuletzt hatte ein britisches Staatsoberhaupt Dublin vor der Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien im Jahr 1911 besucht.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Stammbaums hieß es, die Herzogin von Cornwall sei eine geborene Parker-Bowles – dies ist falsch, ihr Mädchenname lautet Shand. Wir haben die Stelle geändert.

jpz/nck/kko/dpa
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