Reha-Rocker und die Russin Ron Wood bleibt bei seiner 20-jährigen Freundin

Ron Wood schmiedet Pläne für die Zeit nach der Entziehungskur: Der agile Altrocker der Rolling Stones will seine Ehefrau verlassen und mit seiner 40 Jahre jüngeren Geliebten Ekaterina Ivanova zusammenleben.


London - Auf der Zeichnung ist ein junges Mädchen mit schönen Augen und zerzausten Haaren zu sehen. Unterschrieben hat Rolling-Stones-Gitarrist Ron Wood die Skizze, die sein Zeichentalent beweist, mit "Ronnie". Daneben hat er ein Herz gemalt.

Wood-Geliebte Ekaternina Ivanova: "Ich nehme Ronnie niemandem weg"
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Wood-Geliebte Ekaternina Ivanova: "Ich nehme Ronnie niemandem weg"

Seiner Ehefrau Jo, der Mutter seiner drei Kinder, könnte das am Sonntag veröffentlichte Blatt das Herz brechen. Es zeigt die 20-jährige Russin Ekaterina Ivanova. Mit ihr will der 61-Jährige angeblich zusammenleben, sobald er in dieser Woche seine jüngste Alkohol-Entziehungskur hinter sich hat. Ehefrau Jo Wood (53) scheint ebenfalls die Nase voll zu haben von ihrem Altrocker: Die britische "Sun" berichtete, sie habe England verlassen, um sich in den USA eine neue Existenz aufzubauen.

"Ronnie liebt mich", beteuerte die attraktive Russin Ivanova, die den Stones-Gitarristen mehrfach heimlich in der Klinik bei London besuchte, der Sonntagszeitung "News of the World". "Das tut seiner Familie weh und meiner auch, aber wir lieben uns einfach."

"Keiner von uns hatte das so geplant", sagte Jekatarina (kurz Katia) der Zeitung. "Aber man kann nichts machen, wenn man sich verliebt, selbst wenn man dabei mit dem Feuer spielt." Wohl damit der Leser sich ein vollständiges Bild von der Spielgefährtin des Musikers machen konnte, druckte die auflagenstärkste britische Boulevardzeitung ein Bikini-Foto von Katia, das auch dem "Playboy" gut gestanden hätte.

Neue Liebe, neuer Rückfall

Entstanden ist die freizügige Aufnahme während des mehrwöchigen Urlaubs, den Ronnie und Katia bis Anfang August in einem abgelegenen Luxus-Ferienhaus in Irland verbrachten. Glaubt man dem "Daily Mirror", der "Sun" und anderen Blättern, dann hat "Flaschenkind" Wood dabei mit der attraktiven Russin nicht nur einen intensiven zweiten Frühling erlebt, sondern auch einen dramatischen Rückfall in seine Suchtkrankheit.

"Sie hat ihm geholfen, den Wodka flaschenweise niederzumachen", ließ sich ein Freund des Gitarristen vernehmen, der einst für den "allerkürzesten" Rolling-Stones-Witz sorgte: "Ron Wood geht an einer Bar vorbei. Punkt." Ganz genau weiß wohl niemand, die wievielte Entziehungskur der als Sohn einer bettelarmen Roma-Familie am Stadtrand von London geborene Wood nun gerade mitmacht.

Als Ron seine enorme Musikalität als Berufung entdeckte, waren für aufstrebende Musiker Alkohol und Drogen "das Normale". "Marihuana, Kokain, Heroin - glücklicherweise habe ich mir aber keine Spritzen gesetzt, das hat mich wohl gerettet", sagte er einmal der liberalen Zeitung "The Independent".

"Ich nehme Ronnie niemandem weg"

Sein Rettungsanker war sein Talent, das ihm zu Jobs bei den Birds, den Small Faces, der Jeff-Beck-Group und schließlich zur Aufnahme bei den Rolling Stones als Ersatz für Mick Taylor verhalf. Dass er dort nicht die Leadgitarre übernahm, war oft Anlass für Frust. Geschuldet war es aber vor allem seiner Unberechenbarkeit und seinen Rückfällen in den Suff.

Freunden erzählte Wood nach Angaben der "News of the World", er sei "noch nie so glücklich gewesen wie heute". Und das habe die schöne blonde Katia bewirkt, für die er nun seine Ehefrau nach 23 Jahren verlassen wolle. Die Russin will dem agilen Altrocker nach eigener Aussage helfen, mit der Sucht fertig zu werden und ein neues Leben zu beginnen.

Die Porträtskizze mit dem Herzchen war ein Geschenk zu ihrem 20. Geburtstag. Den feierte sie in der Nacht zum vergangenen Freitag - freilich ohne ihren Ronnie - im Londoner Nachtclub "Punk". Vor Reportern beteuerte Katia: "Ich nehme Ronnie niemandem weg, er ist es, der weggeht von seiner Frau." Rons Zeichnung sei "phantastisch und viel schöner als so ein verschwenderisches Geschenk, das man mit einer Kreditkarte erwirbt". Der Altersunterschied sei für sie unerheblich, erzählte Katia. "Und die Menschen werden hoffentlich bald verstehen, dass ich nicht hinter seinen Millionen her bin, das ist nicht mein Motiv."

Von Thomas Burmeister, dpa



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