Retuschierte Fotos Der TV-Star und die Beulenfrage

Optische Manipulationen an Hochglanzfotos sind bei Illustrierten gang und gäbe. Erwischt wird man dabei nur ungern. Eine amerikanische TV-Prominente, der just das passierte, ging nun in die Offensive - und verteidigte ihre körperlichen Makel.


Los Angeles - Kim Kardashian ist ein amerikanisches TV-Sternchen, dessen berufliche Errungenschaften sich wohl am treffendsten damit skizzieren lassen, dass die junge Frau es schaffte, sich als eine Art brünette Paris Hilton zu etablieren.

Das Magazin "Complex" buchte für seine April-Ausgabe ein Shooting mit Kardashian, die beim Sender "E!" Hauptdarstellerin einer Reality-Soap über ihr Leben ist: Mit tiefem Dekolleté, schmachtendem Blick und knapper Bekleidung posierte die 28-Jährige für den Fotografen und zwar so, dass besonders ihr Hüftbereich zur Geltung kam. Kleine körperliche Makel des Models wurden, wie "E!Online" berichtet, vom Magazin am Computer retuschiert. So weit, so branchenüblich.

Ertappt fühlen musste sich Kardashian, als kürzlich im Internet die Originalbilder auftauchten, die sie unretuschiert und mit Zellulite behaftet zeigen, die kleinen Beulen an ihren Oberschenkeln sind deutlich zu erkennen.

Was tun ob dieser peinlichen - oder gar forcierten? - PR-Panne? Kardashian entschied sich für die Offensive und nahm in ihrem Blog Stellung: "Ich habe Zellulite, na und? Welche Frau mit Kurven hat die nicht? Was glauben Sie denn, wie viele Bilder heutzutage per Photoshop manipuliert werden?"

Wie bei Prominenten ihrer Kategorie üblich, macht Kardashian aus der Not eine Tugend und weist sogleich auf ein neues Fitnessvideo hin, das sie mittlerweile vertreibe: "Jetzt sollten Sie mal meine Hüften sehen!"

Die ungeschönten Aufnahmen seien zudem eigentlich ein Segen: "Es ist doch hilfreich, weil jetzt jeder weiß: Nur, weil man mich auf dem Cover eines Magazins sieht, heißt das nicht, dass ich perfekt bin."

pad



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