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Richard Donner, 91

aus DER SPIEGEL 28/2021
Foto: VALERIE MACON / AFP

Sein Handwerk lernte der Regisseur beim Fernsehen. Der gebürtige New Yorker, der sich in den Fünfzigerjahren ohne Fortune als Schauspieler versucht hatte, drehte Folgen für Serien wie »Westlich von Santa Fé« oder »Kojak – Einsatz in Manhattan«. Als er 1976 mit dem Horrorthriller »Das Omen« seinen Durchbruch im Kino schaffte, war er schon Mitte vierzig. Für die Regie des ersten »Superman«-Films wurde ihm bald darauf die damals sensationelle Gage von einer Million Dollar geboten. Donner wirkte auch an der Fortsetzung des Blockbusters mit und gehörte fortan zu den Topregisseuren Hollywoods. 1987 legte er mit dem Polizeifilm »Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis« den Grundstein für eine der populärsten Reihen des modernen Kinos. Drei weitere Filme mit dem von Danny Glover und Mel Gibson gespielten Ermittlerduo folgten und wurden allesamt zu Hits. Donner mischte in der Reihe geschickt Action mit Witz und machte sie zur amüsanten Chronik einer Männerfreundschaft. In den letzten Jahren seiner Regiekarriere hatte er mit Filmen wie der Michael-Crichton-Adaption »Timeline« (2003) weniger Glück und zog sich aus dem Beruf zurück. Er trat mehr und mehr in den Schatten seiner Frau Lauren Shuler-Donner, die mit ihrer gemeinsamen Firma Comic-Verfilmungen wie »X-Men« oder »Deadpool« produzierte. Richard Donner starb am 5. Juli in Los Angeles.

lob
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