Ricky Martins Coming-out "Ich habe geheult wie ein Baby"

Jahrelang gab er den markanten Latino-Macho, dann schockierte er seine zumeist weiblichen Fans mit dem Bekenntnis: Ich bin schwul. Nun legt Ricky Martin noch einmal nach. Nach seinem Coming-out, offenbart er zwecks Memoiren-Verkaufsförderung im TV, habe er fürchterlich geweint.

Getty Images

Los Angeles - "Ich bin stolz, sagen zu können, dass ich ein glücklicher homosexueller Mann bin. Ich bin sehr gesegnet, der zu sein, der ich bin", tönte Ricky Martin im März, es war sein Coming-out. Jetzt bekennt der Musiker allerdings, dass ihm dieser mit viel Verve verkündete Schritt weitaus schwerer gefallen ist, als er bislang öffentlich eingestanden hatte.

An dem besagten Tag im März, so Martin, 38, nun bei Oprah Winfrey, habe er sich zunächst "taub" gefühlt, dann "erleichtert" und irgendwann sei ihm klar geworden, was er getan habe. "Ich war in meinem Studio, mein Assistent kam herein und ich begann zu heulen wie ein kleines Baby. Ich fing einfach an zu weinen."

Der Musiker nutzte die günstige Gelegenheit, um jetzt in der US-Talkshow seine Autobiografie anzupreisen.

Das Bekenntnis zu seiner Homosexualität erfülle ihn nun nicht mehr mit Angst - sondern mit Stärke und Mut, hatte Martin im März gesagt. Das sei jetzt besonders wichtig, weil er Vater von "zwei wundervollen Jungs" sei. Eine Leihmutter hatte die Zwillinge im August 2008 zur Welt gebracht. Weiterzuleben wie bisher hätte das Wunder gemindert, das die beiden bedeuteten, so Martin: "Genug ist genug."

jdl

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