Rihanna und Rassismus "Er nannte uns Hündinnen, Schlampen"

In einem Hotel in Lissabon ist Popstar Rihanna laut eigener Aussage aufs Übelste beschimpft worden. Ein Unbekannter lästerte über schwarze Frauen - und brachte die Sängerin damit so richtig auf die Palme.

DPA

Lissabon - Zu einer unangenehmen Begegnung kam es zwischen R'n'B-Queen Rihanna und einem Hotelgast in Lissabon. "Ich habe eben den rassistischsten Sauhund überhaupt getroffen", beschwerte sich Rihanna nicht eben ladylike im Netz. "Dieser Mann hat den verrücktesten Scheiß über schwarze Frauen gesagt, nannte uns Hündinnen, Schlampen", twitterte die Künstlerin. Demnach habe der Pöbler gefordert, Schwarze sollten prinzipiell nicht in denselben Hotels wie Weiße übernachten.

Der 23-Jährigen blieb die Spucke weg - aber nicht für lange. Im heftigsten Slang ihrer Heimat Barbados habe sie dem Mann Paroli geboten und dann den Hotelmanager gerufen, der, "wie sich herausstellte, schwarz ist".

"Sieht so aus als hättest du dem Typen gezeigt, wo es lang geht", jubelte ein Fan via Twitter. "Mach weiter so, Mädchen!", frohlockte ein anderer. "Sprich für uns alle! Diese Rassisten gibt es überall da draußen."

Die R'n'B-Queen war am Samstagabend im Rahmen ihrer "Loud"-Welttournee im ausverkauften Pavilhão Atlántico in Lissabon aufgetreten. Ihren portugiesischen Fans trug sie den Zwischenfall nicht nach, im Gegenteil: Sie bedankte sich bei ihnen für eine "legendäre Nacht". Legendär auch, was das Timing betraf, denn laut Twitter rannte die Sängerin mitten im Konzert von der Bühne, um sich zu übergeben. "Ich habe es geraaaade noch rechtzeitig zu 'Rude Boy' zurückgeschafft", twitterte sie später gutgelaunt. Die Show hatte sie fortgesetzt als wäre nichts geschehen.

ala/dpa



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