Klatsch und Knatsch "Ich kokste allein in meinem Zimmer"

Jahrelang nahm Robbie Williams Drogen, in einer Biografie schildert er diese Zeit nun detailliert. Außerdem in den Promimeldungen der Woche: ein verliebter Altkanzler - und Superstars in Ledertracht.

DPA

Depressionen, Essstörungen, Drogenmissbrauch - Robbie Williams hat in den vergangenen Jahren viele persönliche Tiefpunkte durchgemacht. Inzwischen ist der 43-Jährige offenbar glücklicher Familienvater und arbeitet seine eigene Vergangenheit schonungslos auf. Und zwar in aller Öffentlichkeit.

Vor Kurzem erst plauderte er in einem Interview über psychische Probleme, nun packt er in einer Autobiografie aus. "Ich war süchtig nach dem ADHS-Medikament Adderall", heißt es etwa über eine Phase im Jahr 2006 in dem Buch, aus dem unter anderem die "Bild"-Zeitung zitiert: "Ich kokste allein in meinem Zimmer."

Williams schreibt demnach auch über den Tag, an dem er seine heutige Ehefrau Ayda kennenlernte. "Etwas früher am selben Tag war eine Dealerin vorbeigekommen, mit der ich schlief, und hatte mir all diese Pillen gebracht - Morphium, Adderall, Vicodin und noch so Zeug", schreibt Williams dem Bericht zufolge. Ayda habe das nicht abgeschreckt: "In jener Nacht lernte sie mich an meinem Tiefpunkt kennen. Und interessanterweise gefiel es ihr!"

Sehr bewegte Jahre in ihrer Karriere hat auch Lorde hinter sich. Die Sängerin machte sich schon mit 16 einen Namen als Musikerin - und blickt mit inzwischen 20 Jahren auf eine bewegte Zeit zurück.

Besonders verwirrend seien die vergangenen zwei Jahre gewesen, sagte die Neuseeländerin der australischen "Vogue": Sie sei bei ihren Eltern ausgezogen und habe eine Trennung durchmachen müssen. Lorde war drei Jahre lang mit dem Fotografen James Lowe zusammen gewesen.

"Es fühlte sich an, als würden diese neuen Dinge jeden Tag und jede Nacht meinen Kopf wegpusten", sagte die zweifache Grammy-Gewinnerin. "Ich fühlte mich wirklich zum ersten Mal wie eine junge Erwachsene."

Erleichtert zeigte sich in diesen Tagen noch eine weitere Sängerin: Fergie fühlt sich nach der Bekanntgabe ihrer Trennung von Josh Duhamel besser, sagte die Künstlerin. Endlich müsse sie die Trennung nicht mehr verheimlichen und könne sich auf ihren Job konzentrieren. Laut einem gemeinsamen Statement sind Fergie und Duhamel schon seit Monaten kein Paar mehr.

"Ehrlich, es wurde ein bisschen seltsam für uns mit all den Fragen nach unserer Beziehung", sagte die 42-Jährige. "Wir sind echte Freunde, wir lieben uns so sehr", betonte sie. Deshalb sei es sehr schwer gewesen, den richtigen Zeitpunkt für ein öffentliches Statement zu finden. "Es gibt keinen perfekten Moment, also haben wir einfach beschlossen, es zu tun."

Diesen Satz würde wohl auch Lady Gaga unterschreiben: Die Sängerin hat den Europa-Teil ihrer Welttournee abgesagt. Wegen starker Schmerzen könne sie derzeit nicht ihr Bühnenprogramm präsentieren, teilte der Veranstalter Live Nation mit. Und auch die Sängerin selbst wandte sich per Twitter an ihre Fans.

"Ich war immer ehrlich, was meine körperlichen und geistigen Leiden angeht", schrieb Lady Gaga. Seit Jahren versuche sie, ihnen auf den Grund zu gehen. Es sei sehr schwer, alles zu erklären. "Sobald ich stärker bin und mich bereit fühle, werde ich meine Geschichte ausführlicher erzählen." Die Konzerte sollen nun Anfang 2018 nachgeholt werden, darunter sind auch Auftritte in Köln, Hamburg und Berlin.

Wo wir schon bei deutschen Großstädten sind: Die meisten Prominenten sind derzeit womöglich in München anzutreffen. Dort feiern Tausende Menschen in diesen Tagen auf dem Oktoberfest und etliche Stars, Spitzensportler und Entscheider lassen sich auf der Wiesn blicken - meist in Begleitung ihrer Partner:

Gemeinsame Auftritte von Gerhard Schröder und seiner langjährigen Ehefrau wird es wohl nicht mehr geben. Der Altkanzler und Doris Schröder-Köpf leben seit Längerem nicht mehr zusammen - und nun ist einer der Trennungsgründe bekannt geworden: Der SPD-Politiker ist offensichtlich neu verliebt.

Die Frau heißt Kim So Yeon, ist Südkoreanerin und 25 Jahre jünger als er. Die 48-Jährige soll fließend Deutsch sprechen und in Marburg studiert haben. Schröder-Köpf bestätigte die Liaison auf Facebook: Demnach hatten sich die beiden vor rund eineinhalb Jahren während einer Reise Schröders nach Südkorea kennengelernt.

Ein großes Thema in der vergangenen Woche war das verheerende Erdbeben in Mexiko. Die dort geborene und aufgewachsene Salma Hayak zeigte sich entsetzt über die Naturkatastrophe, der Hunderte Menschen zum Opfer fielen. Die 51-Jährige kündigte an, 100.000 Dollar für die Opfer zu spenden und mit einer Crowdfunding-Kampagne noch mehr Geld sammeln.

Hayeks Engagement hat wohl auch mit ihrer eigenen Familiengeschichte zu tun: Sie erlebte das große Erdbeben von Mexiko-Stadt im Jahr 1985 mit, bei dem sie viele Freunde und einen Onkel verlor. In einer Videobotschaft auf ihrem Instagram-Account sagte sie nun: "Mit den Folgen dieses Desasters musste ich leben, es ist entsetzlich."

Weniger unbeschwert als in anderen Jahren verlief diesmal die Emmy-Gala, und das lag vor allem an einer Person: Sean Spicer, der ehemalige Pressesprecher von US-Präsident Donald Trump.

Viele anwesende Künstler waren offenkundig schockiert über den Auftritt des umstrittenen 45-Jährigen. In den Augen vieler liberaler Amerikaner war Spicer in seiner Funktion im Weißen Haus mitverantwortlich für die Verbreitung von Unwahrheiten und Hass in gesellschaftlichen Debatten des Landes.

asa/wit/mxw

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