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Rod Stewart Tollster Job der Welt

aus DER SPIEGEL 47/2021
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Gareth Cattermole / Getty Images

Er ist einer jener Künstler, bei denen man sich wundert, dass sie noch da sind. Nicht nur lebendig und gesund, sondern auch noch produktiv. Neun von zwölf Liedern auf seinem aktuellen Album »The Tears of Hercules« hat Sir Rod Stewart, 76, mit geschrieben. Auf diesem souveränen Ritt in den Sonnenuntergang seiner Karriere erinnert sich Stewart gern an deren Anfang: »Singen oder Fußball spielen«, sagte er dem SPIEGEL, »diese Entscheidung überließ ich den Göttern.« Als Jugend­licher habe er bei einem großen Verein ein Probetraining absolviert: »Aber sie haben mich leider nie wieder angerufen.« So wandte er sich der Musik zu und dachte: »Hey, das könnte vielleicht ein paar Jahre so laufen!« Mit Hits wie »Da Ya Think I'm Sexy« oder »Sailing« läuft es nun schon seit einem halben Jahrhundert. Dem Fußball ist er als Fan des Glasgower Vereins Celtic heute noch verbunden. Tugenden, die es im Sport brauche, hätten ihm auch in der Kunst geholfen: »Du musst physisch fit sein. Speziell wenn du Shows gibst, wie ich es tue. Ich bin zwar langsamer geworden seit meinen Dreißigern, aber nicht sehr.« Noch immer verspüre er ein »brennendes Verlangen«, seine Musik zu spielen – und Besucher seiner Konzerte glücklich zu machen: »Als Fußballspieler kannst du das nicht. Da hasst dich immer mindestens die Hälfte des Pu­blikums.« Jetzt habe er den tollsten Job der Welt und denke nicht daran, in Rente zu gehen. Wie der Sport so habe sich auch das Musikgeschäft mit seinen Gepflogenheiten verändert. Über die #MeToo-Bewegung sagt er, sie sei überfällig gewesen – und fügt sibyllinisch hinzu: »Glücklicherweise habe ich gemacht, was ich gemacht habe, als ich es gemacht habe.«

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