Ergebnisse der Autopsie Rodney Kings Tod war ein Unfall

Die Behörden in Kalifornien schließen die Akte um den Tod von Rodney King. Die Autopsie des 47-Jährigen habe die Vermutung bestätigt, dass sein Tod ein Unfall gewesen sei, teilte die Polizei mit.

Rodney King im April dieses Jahres
REUTERS

Rodney King im April dieses Jahres


San Bernardino - Bekannt war, dass Rodney King Alkohol und Drogen im Blut hatte, als er im Juni tot im Swimmingpool seines Hauses aufgefunden wurde. Nun zeigte die Autopsie, dass sein Tod kein Selbstmord, sondern ein Unfall war. Als man ihn im Pool entdeckte, hatte er neben Alkohol auch Kokain, Marihuana und eine andere Droge im Körper, wie CNN berichtet. "King ist entweder in den Swimmingpool gesprungen oder gefallen", heißt es im Autopsiebericht. "Das schließt unsere Ermittlungen ab", sagte Polizeihauptmann Randy DeAnda.

Rodney King erlangte traurige Berühmtheit, als vier Polizeibeamte ihn im März 1991 mit mehr als 50 Schlägen niederprügelten. Er wurde zum Synonym für Gewalt gegen Schwarze. Die Polizisten traten damals auf King ein und feuerten mit einer Schreckschusspistole auf ihn, nachdem sie ihn wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung gestoppt hatten. Ein Passant filmte das Geschehen und reichte die Aufnahmen an einen Fernsehsender weiter.

Eine Verurteilung der Beamten schien sicher, doch dann wurde das Verfahren in den mehrheitlich von Weißen bewohnten Vorort Simi Valley verlegt. Im April 1992 sprach eine Jury, der kein Schwarzer angehörte, drei der Polizisten frei. Das Verfahren gegen den vierten platzte.

Das Urteil löste gewaltsame Ausschreitungen aus, die in South Los Angeles ihren Anfang nahmen. Innerhalb von drei Tagen kamen 55 Menschen ums Leben, mehr als 2000 wurden verletzt. Auf dem Höhepunkt der Gewalt bat King auf einer Pressekonferenz: "Können wir nicht alle miteinander auskommen?" Später wurden zwei Polizisten doch noch zu Haftstrafen verurteilt. King erhielt von der Stadt Schadensersatz in Höhe von 3,8 Millionen Dollar.

kha/dapd

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