Roland Emmerich über die Klimakrise »In 10, 15, 20 Jahren wird alles so schlimm, dass das niemand mehr abstreiten kann«

In Roland Emmerichs neuestem Film rast der Mond durch mysteriöse Kräfte auf die Erde zu. Im echten Leben bereitet dem Regisseur die Klimakrise Sorgen. Ein Großteil leugne das Problem jedoch noch immer.
Roland Emmerich bringt bald seinen Sci-Fi-Katastrophenfilm »Moonfall« in die Kinos

Roland Emmerich bringt bald seinen Sci-Fi-Katastrophenfilm »Moonfall« in die Kinos

Foto: IVARSSON JERKER / Aftonbladet / IMAGO

In Bezug auf die Klimakrise hat Roland Emmerich wenig Hoffnung. »Momentan gibt es noch viele Leute, die den Klimawandel leugnen«, sagte der 66-Jährige dem »Playboy«-Magazin. »Aber in 10, 15, 20 Jahren wird alles so schlimm, dass das niemand mehr abstreiten kann. Die Menschen werden also erst aufwachen, wenn es zu spät ist, denn du kannst das Klima ja nicht einfach so umdrehen.« Dann würden »alle Länder das Gleiche machen – sie werden sich abschotten«, so der Hollywood-Regisseur. Damit stünde die Menschheit sozusagen auf der »Abschussliste«.

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Emmerich, der in Stuttgart geboren wurde und in Los Angeles lebt, bringt bald seinen Science-Fiction-Katastrophenfilm »Moonfall« in die Kinos. Darin wird der Mond durch mysteriöse Kräfte aus seiner Umlaufbahn befördert und rast auf die Erde zu.

»Da sinkt ein bisschen von New York in Schutt und Asche«

Emmerich ist bekannt für seine Katastrophenfilme. Auf die Frage, ob er angesichts der aktuellen Lage überhaupt noch Lust habe, die Apokalypse zu inszenieren, sagte er: »Es nimmt einem schon ein bisschen die Lust am Zerstören. In ›Moonfall‹ zeige ich das auch schon weniger. Da sinkt ein bisschen von New York in Schutt und Asche, ansonsten konzentriere ich mich mehr auf den Mond.«

Einem breiten Publikum wurde Emmerich 1996 bekannt. Mit »Independence Day« feierte er einen Welterfolg, auch in »Godzilla« (1998) und »The Day After Tomorrow« (2004) führte er Regie. Doch nicht alle Filme waren von Erfolg gekrönt: Für »Independence Day: Wiederkehr« wurde Emmerich gleich mehrfach für die Spott-Trophäe »Goldene Himbeere« nominiert.

bam/dpa/AFP
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