Rosenkrieg Madonnas Papi-und-Kind-Regeln

Ritchie vs. Ciccone: Ein klarer Fall, findet die britische Boulevardpresse. In der Scheidungsschlacht Madonnas und ihres Noch-Gatten gilt er als der Gute, sie als die Durchgeknallte. Jetzt soll sie angeblich strengste Regeln für seinen Umgang mit den Kindern erlassen haben.

London - Seit Monaten widmet sich die britische Presse mit großer Begeisterung der Trennung von Pop-Ikone Madonna und dem Regisseur Guy Ritchie. Dass sich die Boulevardblätter dabei ganz offensichtlich eher für die hemdsärmelig-bodenständige Lebenseinstellung ihres Landsmanns als für die esoterischen Ausschweifungen seiner Ex-Frau aus Übersee erwärmen können - geschenkt.

Mit wundervoller Regelmäßigkeit fördern sie immer wieder vermeintlich vertrauliche Dokumente aus dem Hause Ciccone/Ritchie zutage, die im Grunde immer nur eins belegen: Wie Madonna ihrem Guy mit bizarren Spleens das Leben zur Hölle macht.

An diesem Dienstag war es mal wieder soweit: Laut dem britischen Boulevardblatt "Daily Mail" waren die Söhne Rocco und David nicht nur mit Kinderkleidung und Spielsachen im Gepäck zu ihrem ersten Besuch seit der Trennung angereist. Gekoppelt war der Aufenthalt beim Vater nach Angaben der "Daily Mail" angeblich an einen zwölf Punkte fassenden Forderungskatalog Madonnas.

Dieser, so schrieb das Blatt, sei von Madonnas persönlichem Assistenten verschickt worden. Demnach gilt für die beiden Jungen bei ihrem Besuch in London folgendes:

  • Unter gar keinen Umständen sollten die Kinder demnach Zeitungen lesen, geschweige denn Fernsehen und DVD's schauen.
  • Sie sollten ausschließlich makrobiotische, vegetarische Biokost zu sich nehmen, die unbehandelt und unverfeinert ist.
  • Wasser, selbst wenn es nur zum Verdünnen von Biosäften bestimmt sei, müsse Kabbalah-Wasser sein (ein besonderes Bergquellwasser, von den Führern der Kabbalah-Relion gesegnet).
  • Die Kinder sollten ausschließlich jene Kleider tragen, die Madonna ihnen auf die Reise mitgegeben habe. Sollten aus irgendeinem Grund neue Kleider gekauft werden müssen, dürften diese nur aus Naturtextilien gefertigt sein.
  • Die Hände der Kinder sollten regelmäßig mit Desinfektionsspray gereinigt werden, sobald sie sich in öffentlichen Räumen bewegten.
  • Sie dürften keinerlei Spielzeug erhalten, das unter ethischen oder spirituellen Gesichtspunkten verwerflich sei.
  • Guy solle niemals die Trennung von Madonna mit den Kindern diskutieren.
  • Madonna müsse mindestens viermal am Tag mit den Kindern telefonisch in Kontakt treten können - zu Zeitpunkten, die sie bestimmt.
  • Die Jungs sollten unter keinen Umständen Guys neuen Freunden vorgestellt werden, und auch nicht etwaigen weiblichen Bekanntschaften, die Guy seit der Trennung von Madonna gemacht hat.
  • Madonna habe Guys Zugang zu den Kindern befürwortet, damit er Zeit mit ihnen verbringe - nicht, damit Guys Großeltern Zeit mit ihnen verbrächten.
  • Die Jungs sollten nicht zusammen mit Guy fotografiert werden - Guys solle seine Bodyguards entsprechend einweisen, damit es nicht zu solchen Situationen komme.

Und: Als Gutenachtgeschichte, so die "Daily Mail", solle Guy den Kindern angeblich ausschließlich die von Madonna selbst geschriebenen "Die englischen Rosen"-Kinderbücher vorlesen.

Der Forderung, keine Fotos von sich und den Söhnen machen zu lassen, konnte Ritchie allerdings nicht entsprechen: Bei der Ankunft der Jungen auf dem Flughafen Gatwick wartete bereits eine Fotografenschar auf die Kinder.

mhe

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