Rücktritt Sarah Palins Schwiegervater ging lieber angeln

Sie inszenieren sich als aufrechte Amerikaner und intakte Familie: Doch anscheinend geht es in dem Clan um die Politikerin Sarah Palin gewöhnlicher zu als vermutet. Ihr Schwiegervater etwa angelte lieber, als der 45-Jährigen in ihrer schwersten Stunde beizustehen.


Los Angeles - "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom", sagte Alaskas Gouverneurin Sarah Palin, als sie am vergangenen Freitag alle Ämter niederlegte und sich zunächst aus der Politik verabschiedete. Ihr Schwiegervater Jim Palin stand zu diesem Zeitpunkt mehr als 300 Kilometer entfernt in einem tosenden Fluss und angelte Lachse. Einen 60-Pfünder hatte er bereits aus dem Wasser gezogen.

So vermeldet es nun das Magazin "People" auf seiner Internet-Seite. Demnach erhielt Jim Palin, der die Schwiegertochter im vergangenen Jahr bei ihrer Kampagne unterstützt hatte, am Donnerstagabend einen Anruf seines Sohnes Todd. "Sarah wird morgen etwas verkünden. Kannst du da sein?"

Doch der Senior konnte nicht - er blieb lieber beim Angeln.

"Wir wussten nichts davon. Niemand schien es zu wissen. Sie sind sehr verschlossene Menschen", so Jim Palin gegenüber "People". "Ganz offensichtlich haben Sarah und Todd diesen Schritt gründlich durchdacht", sagte er und bekannte freimütig: "Wenn sie kein Amt mehr bekleidet, gibt es auch keine leichtfertigen Vorwürfe mehr. Das war zuletzt eine wirkliche Geld- und Zeitverschwendung."

jdl

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