Umgang mit Frauen Bullock beschwert sich über "Jagdsaison"

"Ich bin schockiert": Sandra Bullock zeigt sich entsetzt über den Umgang mit Frauen in den Medien. Es gehe nur um Schönheit und Alter, nicht um Persönlichkeit. Sie sehe kein Ende der ständigen Angriffe.

AP

Im April gab es für Sandra Bullock mal wieder Grund zur Freude - ein bisschen zumindest: Das "People"-Magazin kürte die Schauspielerin ("Gravity") zur schönsten Frau der Welt. Die 50-Jährige kokettierte nun im Gespräch mit "E! News" mit ihrer Wahl, sie habe den Sieg natürlich kommen sehen und das generöse Angebot nur angenommen, um über Frauen sprechen zu können, die sie wirklich schön fände. Und damit begann der ernste Teil des Gesprächs.

Bullock prangerte ein Klima an, in dem es um Schönheit und Alter von Frauen gehe, nicht um deren Persönlichkeit. "Ich fühle mich, als sei die Jagdsaison eröffnet, so wie Frauen angegriffen werden", sagte Bullock. "Ich bin schockiert. Vielleicht war ich naiv, aber es ist mir peinlich."

Sie versuche ihren Sohn zu einem Mann zu erziehen, der Frauen respektiere. "Und dann gibt es in den Medien diese Angriffe auf Frauen, die ich nicht enden sehe." Schon kleine Mädchen hätten es heutzutage aufgrund von Onlinemobbing besonders schwer, sagte Bullock. Jemand mit genügend Einfluss müssen dem Einhalt gebieten.

Etwas Gutes wusste Bullock dann aber auch noch zu berichten. Es gebe einen großen Zusammenhalt der Frauen im Filmgeschäft, man kümmere sich umeinander, sagte sie.

Bullock zählt zu den bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods, sie gewann 2010 einen Oscar als beste Hauptdarstellerin ("The Blind Side"). Derzeit wirbt sie für den Animationsfilm "Minions", in dem sie der Schurkin Scarlet Overkill ihre Stimme leiht.

Sehen Sie hier unsere Videobesprechung zu "Minions":

hut

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