US-Schauspielerin Sandra Bullock fühlt sich verspottet

Sie ist ein Weltstar - und fühlt sich diskriminiert. Schauspielerin Sandra Bullock klagt über Sexismus in ihrer Branche. Und hasst es, wenn Reporter nur nach ihren Haaren fragen.

AFP

Sandra Bullock kämpft bereits seit Längerem gegen Sexismus in Hollywood. Im Juli beklagte die US-Schauspielerin eine "Jagdsaison" in den Medien, die sich gegen Frauen richte. Es gehe nur um Alter und Schönheit weiblicher Stars, nicht um deren Persönlichkeit.

In einem Gespräch mit dem US-Magazin "Variety" packte die 52-Jährige verbal jetzt einiges drauf - und das mitten in der schwelenden Debatte um die ungleiche Bezahlung von männlichen und weiblichen Hollywood-Stars. "Es gibt ein größeres Problem als Geld", sagte Bullock. "Das ist nur ein Nebenprodukt."

Die Frage nach den Haaren

Frauen würden im Filmbusiness verspottet, es werde über sie gerichtet. Bullock sagte, sie scherze immer im Gespräch mit Kolleginnen: "Pass auf, wir laufen über den roten Teppich, ich werde nach meinem Kleid und meinen Haaren gefragt, während der Mann neben mir Fragen über seine Rolle und politische Themen gestellt bekommt."

Im vorigen Jahr war Bullock die bestbezahlte Schauspielerin in Hollywood. Zu "Variety" sagte sie, das Problem der ungleichen Bezahlung werde sich von allein lösen, sobald männliche und weibliche Stars öffentlich als gleichwertig wahrgenommen würden.

In der Debatte um die ungleiche Bezahlung meldete sich jüngst auch Sharon Stone zu Wort. Sie sagte, nach ihrem Durchbruch mit dem Film "Basic Instinct" habe sie niemand angemessen bezahlen wollen. Bei der Oscar-Verleihung im Februar forderte Schauspielerin Patricia Arquette in einer viel beachteten Rede gleiche Bezahlung in Hollywood.

sms/dpa



insgesamt 53 Beiträge
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hcmc01 12.11.2015
1.
Tja liebe Frau Bullock, dann gehen Sie doch mal ohne hohen Hacken, ungeschminkt und in keiner Bonboniere verpackt zu den Oscars. Das wäre mal ne ehrliche feministische Aussage. Solang ihr wie Barbies ausseht, werdet ihr auch so behandelt.
Neophyte 12.11.2015
2. Fragt Frauen nach Ihrer politischen Meinung!
Dann wird schnell deutlich, warum das in Hollywood nicht üblich geworden ist, bzw. sich das in der Medienlandschaft nicht durchgesetzt hat. Viele Frauen interessieren sich schlichtweg nicht für Politik und haben daher oft keine Meinung dazu!
mailo 12.11.2015
3.
Ich bin aich für mehr Gerechtigkeit bei der Bezahlung! Zum Beispiel sind männliche Models im Vergleich zu ihren weiblichen Kolleginnen im Schnitt eindeutig unterbezahlt! Außerdem fordere ich hiermit eine Quote für männliche Wettermoderatoren und Lehrer!
windpillow 12.11.2015
4. Liebe Frau Bullock...
sie ist ein Weltstar? -Als Weltstar würde ich wohl eher -und mit sehr, sehr großem Abstand zu Bullock- z. B. Meryl Streep bezeichnen. Und nach ihr kommt schon mal lang gar nichts.
Will_Fry 12.11.2015
5. Barbies und Kens
Zitat von hcmc01Tja liebe Frau Bullock, dann gehen Sie doch mal ohne hohen Hacken, ungeschminkt und in keiner Bonboniere verpackt zu den Oscars. Das wäre mal ne ehrliche feministische Aussage. Solang ihr wie Barbies ausseht, werdet ihr auch so behandelt.
Was ein Blödsinn. Fordern sie auch, dass die Herren in Shirt und Sandalen und ohne Gel in den Haaren bei solchen Veranstaltungen erscheinen? Dass Frauen und Männern sich einem Anlass entsprechend kleiden, kann ja wohl Anlass für Kritik sein. Und selbst eine Frau die in "Bonboniere" kann man nach ihrem letzten Film oder zu politschen Themen fragen, selbst wenn sich die Frage, wie man in so einem Kleid atmen kann sicher aufdrängt...
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