Sandra Bullock Würstchen schmuggeln zu Weihnachten

Schauspielerin Sandra Bullock freut sich auf das Fest der Liebe. Das liegt zum einen an ihrem zweijährigen Sohn, der sich gerade als Herzensbrecher profiliert. Zum anderen an einer deutschen Köstlichkeit, die sie alle Jahre wieder in die USA schmuggelt - verbotenerweise.

AP

Los Angeles - Um ihren neuen Film "Extrem laut und unglaublich nah" zu bewerben, war Sandra Bullock in die "Tonight Show" von Jay Leno gekommen - und hatte sich so richtig schick gemacht: Im nachtblauen Seidenkleid und mörderischen Highheels glitt sie ins Studio und strahlte. Der Grund? Bald ist Weihnachten, und sie wird es mit Louis, "dem besten Baby der Welt", verbringen. 2010 adoptierte Bullock den heute zweijährigen Jungen, laut Leno ein "überaus robustes Kerlchen".

Louis wisse bereits sehr genau, wie er bekomme, was er wolle, berichtete die stolze Mutter: "Er ist ein Flirter", so Bullock. "Er hat diesen Blick, den er Frauen zuwirft, wo ich mich fast entschuldigen und sagen möchte, keine Ahnung, was da gerade abgeht." Mit ihr selbst schäkere er nie, "aber man hat mir gesagt, das sei auch gut so".

Ob sie eine besonders ängstliche Mutter sei, wollte der Moderator wissen. "Nein, eigentlich nicht, aber es lauern überall Todesfallen", scherzte Bullock. Sie setze in Sachen Sicherheit voll auf schützende Kopfbedeckungen: "In unserer Kindheit gab es keine Helme, und schauen Sie, was wir aus unserem Land gemacht haben."

Was die Erziehung betreffe, werde sie sich ein Beispiel an ihrer verstorbenen Mutter, der aus Deutschland stammenden Opernsängerin Helga Meyer nehmen - auch wenn diese sehr streng gewesen sei. "Sie wollte nicht, dass ich mit irgendwelchen Jungs im Auto herumfahre, bevor ich 18 bin. Sie wusste offensichtlich, was da so passierte und dass ich das gern rausfinden wollte." Es sei ihr nur zweimal erlaubt gewesen, mit jemandem auszugehen, unter einer Bedingung: "Ich musste alle 20 Minuten anrufen."

Einige deutsche Traditionen pflege sie noch immer - vor allem habe sie eine Vorliebe für Würstchen aus der Heimat ihrer Mutter. Es gebe eine bestimmte Sorte Nürnberger Würstchen, die sie sehr mag. An die heranzukommen, ist allerdings schwierig. "Seit meine Mutter gestorben ist, brechen wir das Gesetz, denn wir haben es geschafft, deutsche Würstchen ins Land zu schmuggeln." Sie sende regelmäßig Hilferufe an Verwandte oder Freunde, die ihr dann Pakete zuschickten. "Ab und zu kommt ein Paket durch", freute sich Bullock. "Mehr will ich aber nicht verraten."

ala

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