Scarlett Johansson zu Kontroverse über Transgender-Rolle "Ich fühlte mich deswegen schrecklich"

Scarlett Johansson bereut ihre Reaktion auf Kritik, die sie bekam, weil sie einen Transmann spielen sollte. Nun hat sie erklärt, warum der Lernprozess schwierig für sie war.

Scarlett Johansson: "Ich war ungebildet"
Gregg DeGuire/ FilmMagic/ Getty Images

Scarlett Johansson: "Ich war ungebildet"


Heftige Kritik folgte im vergangenen Jahr auf die Ankündigung, dass Scarlett Johansson in "Rub and Tug" einen Transmann spielen sollte. Schließlich gab die Schauspielerin bekannt, auf die Rolle zu verzichten - sie verstehe, warum viele der Ansicht seien, die Figur solle von einer Transperson verkörpert werden. Doch zuvor hatte sie die Besetzung noch verteidigt. Eine Reaktion, die Johansson später bereute, wie sie nun der "Vanity Fair" sagte.

"Im Nachhinein betrachtet, habe ich die Situation falsch gehandhabt", sagte die 35-Jährige. Ihre erste Reaktion sei nicht sensibel gewesen. Johansson hatte zunächst argumentiert ihre Schauspielkollegen Jeffrey Tambor, Jared Leto und Felicity Huffman hätten auch erfolgreich Transgender-Rollen gespielt. Ihr sei nicht bewusst gewesen, wie die Transgender-Gemeinde darüber denke, wenn Cis-Menschen Transpersonen spielten, sagte sie nun. "Ich war ungebildet."

Sie habe eine Menge gelernt. Doch der Prozess war offenbar nicht einfach für Johansson. "Es war eine schwere Zeit", sagte sie. "Ich fühlte mich deswegen schrecklich." Es sei kein gutes Gefühl, sich zu fühlen, als ob man taub für etwas sei.

Scarlett Johansson ist aktuell in dem Film "Marriage Story" zu sehen. Sie gilt als bestbezahlte Schauspielerin der Welt.

bbr



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.