Kritik an Johansson-Besetzung "Die beste Schauspielerin ihrer Generation"

Scarlett Johansson als Star einer Manga-Verfilmung? Manche Filmenthusiasten halten das für Whitewashing und einen Stilbruch. Nun hat Regisseur Rupert Sanders die Besetzung verteidigt.


Scarlett Johansson steht im Zentrum einer Debatte über ihre Rolle in der Manga-Verfilmung "Ghost in the Shell". Die Kritik an die Macher des Films: Sie hätten die Hauptrolle besser einer japanischen Schauspielerin geben sollen.

Dahinter steht der Vorwurf des Whitewashing: Weiße Schauspieler übernehmen Rollen, die angesichts der Vorlage besser bei Menschen anderer Hautfarbe oder Herkunft aufgehoben gewesen wären. Whitewashing wurde bei der jüngsten Oscar-Verleihung zum Thema, weil die nominierten Schauspieler allesamt weiß waren. Die satirische Show "Last Week Tonight" fasste die Lage in einem Video zusammen.

Nun wurde in Tokio der erste Trailer für "Ghost in the Shell" vorgestellt. Bei der Gelegenheit äußerte sich Regisseur Rupert Sanders auch zur Kritik an der Besetzung.

Er verlasse sich bei der Auswahl der Schauspieler auf sein Bauchgefühl. Es gebe immer Kritik an Besetzungen, aber Johansson sei eine gute Wahl. "Ich stehe zu meiner Entscheidung - sie ist die beste Schauspielerin ihrer Generation und ich war geschmeichelt und geehrt, dass sie in diesem Film sein würde."

Produzent Steven Paul hatte die Auswahl bereits mit den Worten verteidigt, der Film erzähle eine sehr internationale Geschichte, die sich nicht nur auf Japaner, sondern auf die ganze Welt konzentriert. "Deshalb sage ich, dass der internationale Ansatz der richtige ist."

"Ghost in the Shell" kommt 2017 in die Kinos.

ulz

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