Schadensersatzklage Paris Hilton trägt keine Schuld an Film-Flop

In der Komödie "Pledge This!" spielte Paris Hilton eine aufgeregte Uni-Göre. Als der Film floppte, warfen ihr die Macher vor, zu wenig für den Streifen geworben zu haben. Hilton konterte, sie habe es mit Amateuren zu tun gehabt. Jetzt entschied ein Gericht in dem Fall.

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Miami - Glück für die ewige Hotelerbin: Richter Federico Moreno vom Bezirksgericht in Miami wies die Schadensersatzklage der Filmproduzenten von "Pledge This!" auf 8,3 Millionen Dollar ab. Die Worldwide Entertainment Group hatte geltend gemacht, die Hotelerbin habe eine Vereinbarung aus dem Jahr 2004 nicht eingehalten und dem Film nicht genügend Publicity verschafft. Deshalb sei er zum Flop geworden.

"Pledge This!" lief dem Gericht zufolge in lediglich 25 Kinos und spielte weltweit gerade mal 2,9 Millionen Dollar ein. Hilton spielt in der Komödie Victoria English, eine wohlhabende und verwöhnte junge Blondine, die in Miami einer Studentinnenvereinigung vorsteht.

Die 28-jährige Schauspielerin hatte erklärt, die Filmemacher seien derart unprofessionell gewesen, dass der Film von Anfang an keine Chance gehabt habe. Immer wieder habe man sie extrem kurzfristig zu Werbeveranstaltungen eingeladen, so dass sie wegen ihres vollen Terminkalenders nicht habe teilnehmen können.

"Jede kausale Verbindung zwischen Frau Hiltons mutmaßlichen Verfehlungen und dem finanziellen Flop des Films sind vollkommen spekulativ", befand Richter Moreno. Vielmehr habe das Gericht Beweise dafür, dass der Film floppte, weil die "unerfahrenen Produzenten ein komplett unzureichendes Marketingkonzept vorlegten".

Selbst wenn es zutreffe, dass Hilton nicht genug Werbung für "Pledge This!" gemacht habe, lasse sich nicht nachweisen, dass der Film andernfalls von Erfolg gekrönt gewesen wäre. "Sie schickten willkürlich Anfragen an ihren Star, in der Hoffnung, dass er Zeit finden würde, das sinkende Schiff zu promoten", so Moreno.

Mit den geforderten 8,3 Millionen Dollar wollte Worldwide Entertainment die Produktionskosten wieder reinholen. Doch noch ist Hilton nicht ganz aus dem Schneider. Sie könnte in einem weiteren Verfahren belangt werden, ihre Gage in Höhe von einer Million Dollar zumindest teilweise zurückzuzahlen.

ala/AP



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