Schaulaufen der Filmgrößen Alles Cannes, nichts muss

Robert De Niro, Uma Thurman, Jude Law: Schon die Jury der Filmfestspiele von Cannes glänzt mit Starbesetzung. Beim Stelldichein der Kinogrößen sorgte aber besonders eine Nebendarstellerin für Spekulationen - dabei kam sie nicht einmal zum Festival-Auftakt.

Getty Images

Cannes - Man kennt sich, man sieht sich und man trifft sich: Einmal im Jahr wird Cannes zum Epizentrum der Filmbranche. Am Mittwoch war es so weit. Rund um die glamouröse Strandpromenade Croisette hatten die Fotografen beim Auftakt zu den 64. Filmfestspielen in der Mittelmeerstadt die Auswahl an Star-Motiven: Robert De Niro, Uma Thurman, Jude Law und Angelina Jolie waren ebenso da wie Dustin Hoffman, Antonio Banderas und Salma Hayek.

Banderas und Hayek nutzten die Gelegenheit zu Eigenwerbung: Sie posierten auf einem gigantischen Paar Schuhe - ein unübersehbarer Hinweis auf ihren neuen Film "Puss in Boots", von dem schon vorab 15 Minuten in 3 D zu sehen waren. Banderas gab ganz den Latino-Charmeur: "Salma sieht schon in zwei Dimensionen im Film toll aus, jetzt müssen Sie sie in drei Dimensionen sehen."

Und natürlich durften Woody Allen, Regisseur des Eröffnungsfilms "Midnight in Paris" und dessen Darsteller Owen Wilson und Rachel McAdams nicht fehlen. Doch eine Schauspielerin aus dem Streifen blieb dem Stelldichein des Filmbusiness fern: Carla Bruni-Sarkozy.

"Ich bedauere es, aber ich kann es aus persönlichen Gründen nicht machen", sagte sie in einem Radiointerview zu ihrer Absage. Diese nährte die Gerüchte um eine mögliche Schwangerschaft der Frau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

Allen hatte Bruni-Sarkozy in "Midnight in Paris" eine kleine Rolle als Museumsführerin angeboten. Im Film ist sie ein paar Minuten lang zu sehen - und wirkte etwas ungelenk und wenig überzeugend.

Mit Bruni-Sarkozys und anderen Darbietungen werden sich Thurman und Law in den kommenden Tagen beschäftigen müssen: Sie gehören zur Jury, deren Vorsitzender De Niro ist. Er hat Erfahrung mit Erfolgen in Cannes. Seine Filme haben bereits zweimal die Goldene Palme für den besten Film bekommen: 1976 "Taxi Driver" und 1986 "The Mssion".

Die Jury muss bis zum 22. Mai 20 Filme begutachten - da bleibt für das süße Leben an der Côte d'Azur nur wenig Zeit. De Niro nimmt die Mammutaufgabe gelassen: "Es ist ein bisschen wie Urlaub", sagte er.

ulz/dapd/dpa



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