Schmuddelige Details Paris Hilton verklagt Website-Betreiber
Los Angeles - Paris Hilton reichte gestern vor einem Bundesrichter in Los Angeles Klage gegen eine Internetseite ein, deren Besucher gegen die Zahlung von 40 Dollar intimen Einblick in das Leben der 25-jährigen Hotelerbin erhalten. Die Seite dringe auf "verwerflichste Weise" in ihre Privatsphäre ein, argumentierte Hilton. Sie müsse geschlossen werden, da sie von Leuten missbraucht werden könnte, "um mir nachzustellen oder mich zu belästigen".
Dem Gericht erklärte Hilton, die im Internet veröffentlichten Gegenstände stammten aus einem Container, den ihre Schwester und sie während eines Umzugs angemietet hätten. Die Miete sollte die Umzugsfirma zahlen; dies sei aber offensichtlich nicht geschehen. Zu ihrem großen Schock habe sie feststellen müssen, dass ihre Sachen öffentlich versteigert wurden.
Der Klage zufolge hat ein Ehepaar Hiltons Besitz für 2775 Dollar aus dem Lagerhaus erworben und dann für zehn Millionen Dollar an die Betreiber der Website verkauft. Dort heißt es indessen, die Gegenstände seien versteigert worden, nachdem Paris Hilton die Kosten für die Lagerung nicht mehr bezahlt habe.
Der neue Besitzer schließlich stellte Hiltons gesammelten Besitz im Internet aus. Dazu zählen Tagebucheintragungen, medizinische Unterlagen und Kinderfotos - aber auch mehrere Aufnahmen, die die Partyqueen Hilton spärlich bekleidet in Aktion zeigen. 2003 war schon einmal ein privates Sex-Video der Hotelerbin ins Internet gelangt; es hatte Hilton über Nacht berühmt gemacht.
ffr/AFP/AP