Managerin über Michael Schumacher "Er ist noch nicht aufgewacht"

Seit seinem tragischen Ski-Unfall liegt Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher im Koma. Mit einem schnellen Aufwachen Schumachers sei nicht zu rechnen, sagte Managerin Sabine Kehm nun im Vorfeld des Formel-1-Saisonstarts in Melbourne. Trotzdem gebe es aber Anzeichen, die Hoffnung stiften.

Nachricht an Schumi: Formel-1-Bolide von Lewis Hamilton beim Saisonstart
DPA

Nachricht an Schumi: Formel-1-Bolide von Lewis Hamilton beim Saisonstart


Seit Wochen rätselt die Welt über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher. Jetzt hat sich seine Managerin Sabine Kehm im Vorfeld des Großen Preises von Australien in einem Fernseh-Interview zum Genesungsprozess des im Koma liegenden Formel-1-Rekordweltmeisters geäußert. "Michael ist nach wie vor in der Aufwachphase, sprich: er ist noch nicht aufgewacht. Wir warten natürlich darauf, aber wir haben gelernt und akzeptieren auch, dass es lange dauern kann. Das ist für uns okay", sagte Kehm bei RTL.

Zuletzt hatte Kehm in einem Statement von kleinen Anzeichen gesprochen, die Mut machen würden. Genauer darauf eingehen wollte sie aber nicht: "Das betrifft schon die absolute Privatsphäre der Familie."

Kehm betonte noch einmal, wie "wahnsinnig stark" Schumachers Familienangehörige seien: "Die lassen sich ihren Mut nicht nehmen. Sie sind jeden Tag hier. Sie sind tapfer, nehmen das einfach an und versuchen, mit Michael gemeinsam da irgendwie durchzukommen. Ich muss echt sagen: die Familie geht bravourös damit um." Zudem helfe die weltweite Anteilnahme enorm.

Die ganze Zeit am Rande der Piste

Kehm stellte noch einmal klar, dass Schumacher nicht die Felsenansammlung durchquert habe, um von einer Piste auf die andere zu gelangen. "Das hat sich irgendwie als Fakt manifestiert bei den Menschen. Nein, er ist überhaupt nicht reingefahren in die Felsen. Er ist die ganze Zeit am Rande der Piste entlang gefahren, manchmal gerade noch drin, manchmal gerade draußen, denn da war der Schnee frisch", so Kehm. "Und dann hat er eben einfach einen Stein oder einen Felsen, den man nicht sehen konnte, getroffen, weil Neuschnee war. Der hat ihn einfach ausgehoben und dann ist er so unglücklich gefallen und hat wahrscheinlich mit genau der Geschwindigkeit, die weder zu schnell noch zu langsam war, diesen anderen Felsen getroffen."

Schumacher hatte bei einem Skiunfall am 29. Dezember im französischen Méribel ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und liegt seither in der Uniklinik Grenoble im künstlichen Koma. Ende Januar wurde die Aufwachphase eingeleitet, die aber sehr lange dauern kann.

mhe/SID

insgesamt 37 Beiträge
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Seite 1
mat_yes 16.03.2014
1. Das wichtigste Rennen
..deines Lebens Michael, gewinnst du hoffentlich auch. Du bist ein Kämpfer und hast enormen Willen immer bewiesen! Gewinne dieses Rennen. Ich hoffe ohne Blessuren und bleibende Schäden.
vincent1958 16.03.2014
2. Sorry..
Zitat von mat_yes..deines Lebens Michael, gewinnst du hoffentlich auch. Du bist ein Kämpfer und hast enormen Willen immer bewiesen! Gewinne dieses Rennen. Ich hoffe ohne Blessuren und bleibende Schäden.
..aber da hoffen Sie wohl leider vergebens.Zu wünschen wäre es jedoch,dass die Schumacher Fans jeden späteren Zustand von Herrn Schumacher akzeptieren werden,egal wie er aussehen wird und ihm weiter die Treue halten.
Kontra 16.03.2014
3. Du musst ein Held sein in dieser Welt
Zitat von vincent1958..aber da hoffen Sie wohl leider vergebens.Zu wünschen wäre es jedoch,dass die Schumacher Fans jeden späteren Zustand von Herrn Schumacher akzeptieren werden,egal wie er aussehen wird und ihm weiter die Treue halten.
Mir wäre es fast lieber die Fans würde dem Rollifahrer oder geistig behinderten der um die nächste Ecke wohnt genauso viel Mitgefühl entgegen bringen. Tun sie aber nicht.Sind ja keine Helden.
PetersMaus 16.03.2014
4.
Zitat von KontraMir wäre es fast lieber die Fans würde dem Rollifahrer oder geistig behinderten der um die nächste Ecke wohnt genauso viel Mitgefühl entgegen bringen. Tun sie aber nicht.Sind ja keine Helden.
Kommt drauf an, ob sie ihn kennen. MS ist aufgrund vieler Medienberichte über Jahre hinweg quasi ein "Bekannter", während irgendwer, dem man gelegentlich auf der Straße über den Weg läuf, eben ein Unbekannter leibt. Jemandem, den man kennt (oder im Falle von MS: zu kennen glaubt), bringt man eben mehr Mitgefühl entgegen als einem Unbekannten.
panzerknacker51, 16.03.2014
5. Das Eine und das Andere
Zitat von KontraMir wäre es fast lieber die Fans würde dem Rollifahrer oder geistig behinderten der um die nächste Ecke wohnt genauso viel Mitgefühl entgegen bringen. Tun sie aber nicht.Sind ja keine Helden.
Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Die behinderten oder altersgebrechlichen Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung haben bei Bedarf meine uneingeschränkte tätige Aufmerksamkeit. Deshalb darf man aber am Schicksal eines Prominenten durchaus Teilnahme zeigen oder etwa nicht?
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