Historische Entscheidung im schwedischen Königshaus "Chris und ich finden es gut"

Die Söhne und Töchter von Prinzessin Madeleine und Prinz Carl Philip sind keine Mitglieder des schwedischen Königshaus mehr. Die Eltern der Kinder stören sich nicht an der Entscheidung - ganz im Gegenteil.

Michael Campanella/ Getty Images

Es ist ein Abschied ohne Reue. Am Montag wurde bekannt, dass die Kinder von Prinzessin Madeleine sowie von Prinz Carl Philip nicht mehr als Mitglieder des schwedischen Königshauses gelten sollen. Nun haben sich die Eltern der kleinen Adeligen zu Wort gemeldet.

Prinzessin Madeleine veröffentlichte ein Foto von sich und ihren Kindern Leonore, Nicolas und Adrienne. Dazu schrieb sie, die nun verkündete Änderung sei schon seit Langem geplant gewesen. "Chris und ich finden es gut, dass unsere Kinder in Zukunft eine größere Chance haben, ihr eigenes Leben als Individuum zu gestalten."

Auch Prinz Carl Philip freut sich für seine Kinder. Ebenso wie seine Schwester Madeleine verbreitete er eine Stellungnahme auf Instagram. Das Bild zeigt ihn mit Ehefrau Sofia und den beiden Söhnen Alexander und Gabriel im herbstlichen Wald. "Wir sehen es positiv, wie Alexander und Gabriel im Leben freie Entscheidungen haben werden", schrieb der 40-Jährige.

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Schwedisches Königshaus: Prinzen und Prinzessinnen

Ihre Fürstentitel und Herzogtümer in Södermanland und Dalarna würden die Kinder behalten. "Unsere Familie ist eng mit beiden Landschaften verbunden, und wir halten an unserem Engagement fest", schrieb Carl Philip. "Wir werden auch weiterhin den König und die Kronprinzessin - unser zukünftiges Staatsoberhaupt - unterstützen und uns nach Belieben an den Aktivitäten des Königshauses beteiligen", so der Prinz.

Prinz Alexander, Prinz Gabriel, Prinzessin Leonore, Prinz Nicolas und Prinzessin Adrienne verlieren nicht nur ihre offizielle Rolle im Königshaus - sondern auch die Apanage. Dabei handelt es sich um eine Art Einkommen, finanziert aus Steuergeldern für Mitglieder des Königshauses und für den Unterhalt royaler Anwesen.

Die Thronfolge ändert sich durch den Beschluss nicht. Dass die Anzahl der Mitglieder des Königshauses in dieser Form verkleinert werde, zeige letztlich auch die Fürsorge des Königs für seine Enkel, urteilten schwedische Medien.

muk/dpa



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