Schwedens König Carl XVI. Gustaf Duschen für den Umweltschutz

Baden verbraucht zu viel Wasser - also nur noch duschen? Schwedens König Carl XVI. Gustaf sorgt mit einem Vorschlag zum Umweltschutz für Wirbel. Es zeigt sich: Wenn ein Monarch scherzt, ist es nicht zwangsläufig witzig.

Schwedischer König: Tipps fürs Wassersparen
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Schwedischer König: Tipps fürs Wassersparen


Für den Umweltschutz muss man Opfer bringen, meint Schwedens König Carl XVI. Gustaf. Zumindest lässt sich eine Aussage aus einem aktuellen Interview mit der Zeitung "Svenska Dagbladet" so lesen, als wolle er am liebsten Badewannen verbieten. In dem Gespräch hatte er zum Umweltschutz durchs Duschen aufgerufen.

Der Monarch sagte, er habe kurz vor dem Interview ein Bad nehmen müssen, weil es keine Dusche, sondern nur eine Badewanne gegeben habe. "Das hat so viel Wasser und Energie verbraucht. Es ist mir so klar geworden, dass es nicht klug ist, dass ich das hier machen muss. Ich habe mich richtig geschämt."

Sein Kommentar sei natürlich "leicht scherzhaft" gemeint, fügte der König hinzu. "Aber es liegt ein Funken Wahrheit darin. Die kleinen Details haben einen enormen Effekt." Der schwedische Parlamentsabgeordnete Markus Wiechel twitterte: "Ich weiß zu schätzen, dass wir einen Staatschef mit Humor haben."

Wiechel war nicht der Einzige, der auf Twitter die Äußerung des Königs kommentierte. Manche machten sich einen Spaß daraus, den Monarchen auf die Schippe zu nehmen: "Verbietet dem König zu reisen!", war etwa zu lesen.

Carl XVI. Gustaf gibt gern den vorbildlichen Umweltschützer. Der schwedische König fährt ein Hybrid-Auto, isst weniger Fleisch und versucht, im Palast Energie zu sparen. Im Interview musste er aber zugeben: "Das ist nicht ganz einfach in einem so alten Haus."

Es gibt aber auch eine andere Seite des Monarchen. Die umstrittene Biografie "Der widerwillige Monarch", 2010 erschienen, schilderte angebliche Sex-Eskapaden, wilde Partys und Affären des Königs mit jungen Frauen. Zudem wurde in dem Buch behauptet, Carl XVI. Gustaf habe Kontakte ins Rotlichtmilieu. Der Monarch hat die Vorwürfe bestritten.

ulz/dpa



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