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Sean Penn über Männlichkeit »Feige Gene führen dazu, dass Männer Röcke tragen«

Mit der #MeToo-Bewegung fremdelt Sean Penn schon lange. Jetzt hat der Schauspieler sich erneut zu Feminismus und Männlichkeit geäußert.
Kein Bock auf Rock, fremdelt mit dem Feminismus: Sean Penn

Kein Bock auf Rock, fremdelt mit dem Feminismus: Sean Penn

Foto:

Serge Arnal / Starface / imago images/Starface

In einem Interview  mit der britischen Tageszeitung »The Independent« hat der Schauspieler und Regisseur Sean Penn über das Thema Männlichkeit gesprochen. Er sagte, seiner Meinung nach würden Männer stark verweiblicht.

Penn führte aus: »In meinem Leben gibt es starke Frauen, die sich nicht durch Maskulinität in die Enge getrieben fühlen. Ich glaube, es gibt eine Menge feiger Gene, die dazu führen, dass Leute ihre Jeans aufgeben und Röcke tragen.«

Vor wenigen Wochen hatte Penn einer anderen britischen Publikation gesagt, die amerikanische Kultur werde stark verweiblicht: »Ich glaube nicht, dass wir Männer Frauen gegenüber Respekt zeigen sollten, indem wir selbst zu Frauen werden.«

Sean Penn ist gerade auf Werbetour für seinen neuen Film »Flag Day«, für den er Hauptrolle und Regie übernahm. Er spielt nach einer wahren Geschichte die Figur eines Bankräubers; seine Tochter Dylan und sein Sohn Hopper übernahmen ebenfalls Rollen. Ein deutscher Starttermin steht noch nicht fest.

Der Schauspieler setzte sich in der Vergangenheit für die Schwulenehe ein; für seine Rolle in »Milk«, der Geschichte eines schwulen Stadtrates von San Francisco, gewann er 2009 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Er beteiligte sich an einigen humanitären Projekten, sorgte aber auch immer wieder mit fragwürdigen Aktionen und Aussagen für Aufsehen.

So traf Penn 2016 den mexikanischen Drogenkartell-Boss Joaquín Guzmán (»El Chapo«) kurz vor dessen Verhaftung – er wollte mit ihm die Rechte an einem biografischen Film klären. Das Weiße Haus kritisierte die Aktion scharf. Penn war auch eng mit Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez befreundet und verlangte eine Gefängnisstrafe für Kritiker, die ihn als Diktator bezeichneten.

Mit der #MeToo-Bewegung fremdelte Penn von Anfang an. 2018 bezeichnete er sie als »intellektuell unehrlich«, in einem selbst verfassten Gedicht verteidigte er Männer, denen sexuelle Nötigung vorgeworfen wurde.

kae