Selena Gomez "Ich kann Social Media nicht leiden"

Selena Gomez ist aus ihrer Karrierepause zurück. Nun hat die Sängerin ihr neues Projekt vorgestellt - und sich über ihre Depressionen geäußert: Sie habe eine wirklich schwere Zeit gehabt.

AUG/ face to face

Hinter der US-Sängerin Selena Gomez liegen schwere Zeiten. Das hat die 24-Jährige jetzt bei einer Vorstellung der neuen Netflix-Serie "13 Reasons Why" erzählt, an der sie als Produzentin mitgewirkt hat.

Die Serie, die ab dem 31. März in den USA zu sehen sein wird, erzählt die Geschichte von Hannah Baker, die in der Schule unter Depressionen und Mobbing leidet und sich schließlich das Leben nimmt. Mit diesen emotionalen Themen habe sie sich identifizieren können, sagt Gomez. Als die Produktion begonnen habe, sei sie durch eine wirklich schwere Zeit gegangen. Dennoch habe sie ein Teil des Projekts bleiben wollen.

Denn auch die Sängerin hat Erfahrungen mit Depressionen gemacht. Im August 2016 hatte sie ihre Fans wissen lassen, dass sie sich auf ihre Gesundheit konzentrieren wolle und beschlossen habe, in Zukunft beruflich kürzer zu treten.

"Ich habe herausgefunden, dass Angstzustände, Panikattacken und Depressionen Nebenwirkungen von Lupus sein können", sagte Gomez, die an der nicht heilbaren Autoimmunkrankheit leidet. Lupus verläuft in Schüben, die durch Stress, Infektionen oder auch starke Lichteinwirkung ausgelöst werden können.

Fotostrecke

6  Bilder
Nach Pause: Selena Gomez meldet sich zurück

Drei Monate hatte sie daraufhin auf ihr Handy verzichtet, in den sozialen Medien war es ruhig um die 24-Jährige geworden, die vorher für emotionale Statements bekannt gewesen war. Im November vergangenen Jahres war die Sängerin bei den American Music Awards erstmals wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten.

Mit den sozialen Medien tut sie sich jedoch weiterhin schwer. "Es ist gerade sehr hart. Ich kann Social Media nicht leiden", sagt sie. Dabei ist sie seit Jahren der Star mit den meisten Followern auf Instagram.

Ihren jungen Fans will Gomez offenbar auf andere Weise ein Vorbild sein: "Ob es mir gefällt oder nicht, Menschen haben meine Fehler gesehen, und daraus muss etwas Gutes resultieren", sagte sie.

Mehrere Jahre arbeitete sie unter anderem gemeinsam mit ihrer Mutter daran, das Jugendbuch des US-amerikanischen Schriftstellers Jay Asher, das im Deutschen "Tote Mädchen lügen nicht" heißt, als Serie umzusetzen. Zuvor war sie auch als Hauptrolle im Gespräch gewesen. Sie habe die Geschichte authentisch erzählen wollen, schreibt Gomez auf Instagram. "Kinder müssen etwas sehen, das sie erschreckt. Ich will, dass sie es verstehen", sagte Gomez.

tak



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.