Selena Gomez über die Migrationsdebatte "Ich habe Angst um mein Land"

Ihre Tante flüchtete in die USA, versteckt in einem Laster: Sängerin Selena Gomez hat sich zur Diskussion um Einwanderung geäußert - und ihre Sorge ausgedrückt.

Selena Gomez bei einer Filmpremiere in New York im Juni: "Ich werde nie vergessen, wie gesegnet ich bin"
Theo Wargo/ Getty Images

Selena Gomez bei einer Filmpremiere in New York im Juni: "Ich werde nie vergessen, wie gesegnet ich bin"


Die US-Sängerin Selena Gomez ist die Nachfahrin von Einwanderern - und als solche berührt sie die derzeitige Lage in den USA besonders. Migration sei ein Thema, über das sie jeden Tag nachdenke, hat sie nun in einem Essay für das Magazin "Time" geschrieben.

Ihre Tante sei in den Siebzigern in die USA geflohen, im Laderaum eines Lastwagens. Ihre Großeltern seien nachgekommen. Im Jahr 1992 sei Gomez auf die Welt gekommen - als US-Bürgerin. Ihre Eltern hätten hart für die Staatsbürgerschaft gearbeitet. "Ich werde nie vergessen, wie gesegnet ich bin".

Doch wenn sie heute Schlagzeilen lese oder Kommentare in den sozialen Medien, sorge sie sich um Menschen, die einwanderten. "Ich habe Angst um mein Land."

Sie sei keine Expertin und verstehe, dass Einwanderung Regeln brauche. "Aber wir müssen uns daran erinnern, dass unser Land von Menschen geformt wurde, die aus anderen Ländern kamen."

Die Pflicht, ihren Einfluss zu nutzen

Als Frau mit mexikanischen Wurzeln spüre sie eine Pflicht, ihren Einfluss zu nutzen, um für Menschen zu sprechen, die Angst hätten, sich zu äußern. Sie habe deswegen eine Dokumentation zu dem Thema produziert. Sie rechne dafür mit Kritik - doch die sei nichts, verglichen mit dem, was manche Migranten erlebten.

Die Opposition im US-Parlament und Bürgerrechtler kritisieren die US-Regierung vor allem für ihren Umgang mit minderjährigen Einwanderern. Die Zustände in den Unterbringungszentren werden als menschenunwürdig kritisiert.

Im vergangenen Jahr hatte die Regierung zudem damit begonnen, Kinder an der Grenze von ihren Eltern zu trennen und separat unterzubringen. Nach empörter Kritik in Teilen der US-Öffentlichkeit beendete Trump die Praxis nach sechs Wochen. Ein US-Gericht untersagte kürzlich zudem die unbefristete Inhaftierung von Kindern.

jpz

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.