Kelly Osbournes Streit mit Lady Gaga Jetzt hilft Mutti

Die Osbournes und Lady Gaga werden so schnell keine Freunde mehr. Erst geriet die Sängerin öffentlich mit Kelly Osbourne aneinander. Nun tut deren Mutter Sharon Lady Gagas Einsatz gegen Mobbing als PR-Masche ab. Wie praktisch, dass sich damit für das eigene Buch werben lässt.

DPA

New York - Es gibt nichts, was einen Promi schneller ins Gespräch bringt als ein handfester Streit mit einem anderen VIP. Da verwundert es nicht übermäßig, dass Sharon Osbourne kurz vor dem Verkaufsstart ihres neuen Buches ordentlich Rummel macht - indem sie Lady Gaga vorwirft, sie engagiere sich aus Imagegründen gegen Mobbing.

Es geht um eine Kampagne, die Lady Gaga gegründet hat, um Mobbing-Opfern zu helfen. Das sei eine "PR-Masche"- schreibt Osbourne in dem Buch. Lady Gaga hatte auf ihrer jüngsten Tournee Therapeuten engagiert, um ihren Fans die Möglichkeit zu geben, sich über Mobbing zu informieren und als Mobbing-Opfer Hilfe zu suchen.

Es überrascht nicht, dass Osbourne die Sängerin kritisiert. Schließlich gibt es zu der Auseinandersetzung eine Vorgeschichte: Osbournes Tochter Kelly hatte sich abschätzig über Lady Gagas Gewicht geäußert. Es folgte eine ziemlich öffentlich ausgetragene Schlammschlacht, mit offenen Briefen und wechselseitigen Beschuldigungen. Unter anderem hatten Lady Gagas Fans Osbourne junior bedroht.

In gewisser Weise ist das Buch von Osbourne senior nun die Fortsetzung dieses Konflikts. Die Fans der Sängerin hätten Kelly mit ihren Drohungen schwer zugesetzt, schreibt Sharon Osbourne. Indem Lady Gaga die Drohungen ihrer Fans nicht zurückgewiesen habe, habe sie sie stillschweigend geduldet, schreibt Osbourne.

"Man kann nicht gegen Mobbing sein und dann seinen Fans nicht sagen, sie sollen aufhören, eine andere junge Frau mit üblen Drohungen zu schikanieren." Osbournes Rat: Lady Gaga solle die Therapeuten auf ihrer Tour lieber fragen, wie man seinen Fans ein gutes Vorbild sei.

Lady Gaga hat auf die neuerlichen Töne aus dem Hause Osbourne bislang nicht reagiert. Dafür kündigte sie an, ihr neues Album "Artpop" im Berliner Club Berghain vorzustellen. Karten gibt es nicht zu kaufen. Um bei dem Konzert am 24. Oktober dabei zu sein, müssen Fans vorab eine Frage an die Künstlerin einreichen. Die Einsender der 50 spannendsten Fragen gewinnen je zwei Karten.

ulz/dpa



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