Sharon Stone über Trumps Corona-Politik "Wählt keinen Mörder"

Sharon Stone hat schon zwei enge Bezugspersonen an das Coronavirus verloren. Jetzt kämpfen auch ihre Schwester und deren Mann ums Überleben. Die Schauspielerin appelliert an US-Wähler, Trump abzusetzen.
Darstellerin Sharon Stone (Archivbild)

Darstellerin Sharon Stone (Archivbild)

Foto: A2800 epa Karaba/ dpa

Mit einem dramatischen Appell hat sich US-Schauspielerin Sharon Stone ("Basic Instinct", "Casino") an die Öffentlichkeit gewandt. Darin prangert sie die unzureichende Versorgung der Bevölkerung im US-Bundesstaat Montana mit Corona-Tests an.  

"Meine (Wahl-)Großmutter ist an Covid gestorben, meine Patentante ist an Covid gestorben", berichtet die sichtlich angeschlagene Stone in einem Video, das sie auf ihrem Instagram-Account veröffentlichte. "Meine Schwester kämpft im Krankenhaus um ihr Leben", fährt sie fort.

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Bereits in der Vergangenheit hatte sie über ihre Schwester gesprochen, die an der Autoimmunkrankheit Lupus leide. Nun sei die Schwester schwer am Coronavirus erkrankt und werde in einem Krankenhaus behandelt, ebenso deren Ehemann.

Das Ehepaar hatte sich zu Beginn der Corona-Pandemie zunächst in Selbstisolation begeben. Dann postete Kelly Stone auf ihrem Instagram-Account ein Video, in dem sie sagte: "Ich kämpfe um jeden Atemzug."

Die ebenfalls vorerkrankte 86-jährige Mutter der beiden Frauen versuchte laut Sharon Stone, einen Corona-Test machen zu lassen - vergeblich. Dies sei in Montana nur möglich, wenn man Symptome zeige. Die Tatsache, dass man Kontakt zu Infizierten gehabt hat, reiche nicht aus. "Wer sagt, es gebe Tests, der lügt", so Stone.

Laut offiziellen Statistiken  gibt es im Bundesstaat Montana 5750 Covid-19-Fälle. 82 Menschen seien bisher an dem Coronavirus gestorben.

Ihre Anrufe bei Gesundheitsbehörden und dem Gouverneur Steve Bullock würden entweder nicht angenommen oder nicht beantwortet, beklagt sich Stone. Währenddessen demonstrierten Menschen mit Waffen in den Händen für ihr Recht, keine Maske tragen zu müssen.

Im Juni hatte der Gouverneur laut Zeitungsberichten eine Initiative angekündigt, wonach sich auch Menschen ohne Corona-Symptome testen lassen können - auf Kosten des Bundesstaats Montana. Gleichzeitig hob er die Quarantänepflicht für Besucher aus anderen Bundesstaaten auf. Eine Maskenpflicht wurde erst Mitte Juli eingeführt.

Es sei die Politik des Donald Trump, eine Politik der Gier, die zu diesen unhaltbaren Zuständen geführt habe, ist die Schauspielerin überzeugt. Deutlich empfiehlt sie allen Zuschauern, zur anstehenden Präsidentschaftswahl zu gehen und ihre Stimme für den designierten demokratischen Kandidaten Joe Biden und die Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris abzugeben. Nur so könne die Situation verändert werden. Denn die einzigen Länder, so Stone, die erfolgreich gegen Covid-19 kämpften, hätten Frauen in der Führung. "Wählt keinen Mörder", so ihre explizite Warnung.

ala