Sheryl Crow und das Alter "Erst wenn man älter wird, hat man wirklich etwas gelernt"

Angst vorm Alter? Nicht bei Sheryl Crow. Die inzwischen 57-jährige Sängerin blickt nach vorn und weiß mit Rückschlägen umzugehen. Sie setzt auf Gelassenheit - nur nicht bei Donald Trump.

Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Sheryl Crows wohl größter Hit war "All I Wanna Do". Und genau das fällt der 57-Jährigen im Alter offenbar leichter als in jüngeren Jahren. "Wenn man älter wird, hat man wirklich etwas gelernt", sagte die US-Rocksängerin. Dazu gehörten auch Erkenntnisse, harte Rückschläge. "Und dann versteht man es, mit Dankbarkeit und Freude zu leben."

Und Rückschläge hatte Crow einige. Die Verlobung mit Rennradfahrer Lance Armstrong zerbrach, kurze Zeit später war bei ihr Brustkrebs diagnostiziert worden. Doch die 2006 diagnostizierte Krankheit hat sie besiegt. "Über die kleinen Dinge regt man sich dann nicht mehr auf", sagte Crow. "Ich bin extrem dankbar, dass ich das, was ich tue, immer noch machen kann, dass es mir gesundheitlich gut geht, dass es mir Spaß macht und ich mich jugendlicher fühle als je zuvor. Das Leben ist also gut."

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Sheryl Crows Comeback: Rock und Rückschläge

Mit ihrem neuen Album "Threads", das am Freitag erscheint, startet die Sängerin nun noch mal durch. "Nur weil man älter wird, heißt das ja nicht, dass man keinen Spaß mehr haben kann", sagte sie. Überhaupt sieht die alleinerziehende Mutter von zwei Jungs inzwischen viele Dinge lockerer. "Über die kleinen Dinge regt man sich dann nicht mehr auf."

Duett mit Johnny Cash

Auf der Platte sind viele prominente Gaststars zu hören, darunter Eric Clapton, Sting und die 80-jährige Blues- und Soulikone Mavis Staples. Sogar ein Duett mit dem 2003 gestorbenen Country-Star Johnny Cash ist dabei - ein Stück, das als Kritik an US-Präsident Donald Trump verstanden werden darf.

Denn trotz aller Gelassenheit gibt es durchaus Dinge, die die Musikerin aus der Fassung bringen können: "Ich nehme es persönlich, dass unsere derzeitige Regierung sich absolut nicht darum kümmert, welche Auswirkungen ihr Handeln auf die nächsten Generationen hat."

apr/dpa



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Peter Gabriel 28.08.2019
1.
Tolle Frau/Musikerin, hab Sie im Juni im Vorprogramm von Phil Collins sehen dürfen. Schon geil, wenn bei einem Weltstar ein weiterer Star im Vorprogramm auftreten darf. War ein schöner Konzertauftakt, und ich war überrascht wieviel Lieder man doch von ihr kennt! Danke Phil Collins!
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