Sheryl Crow über US-Waffengesetze "Meine Haltung dazu ist sehr unpopulär"

Sheryl Crow ärgert sich über andere Countrymusiker, weil die sich nicht für schärfere Waffengesetze einsetzen. Die Sängerin sprach aber auch über eine mögliche Erklärung für das fehlende Engagement.

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Heftige Kritik an den Kollegen: Sängerin Sheryl Crow hat sich im "Guardian" verärgert darüber gezeigt, dass Countrystars sich nicht für schärfere Waffengesetze einsetzten. Es gebe niemanden, der bereit sei, Stellung zu beziehen, und das sei sehr bedauerlich, sagte sie.

Nach dem Massaker von Las Vegas bei einem Open-Air-Country-Konzert hätte Crow offenbar mehr Engagement von den Musikern der Szene erwartet. Sie selbst nahm unter anderem an einer Telefonaktion gegen die Waffenlobby teil. Die 55-Jährige hat jedoch auch eine Erklärung dafür, warum viele andere Countrymusiker sich nicht ähnlich engagieren: "Ich denke, es geht auf Angst zurück. Diese Angst davor, dein Publikum zu verlieren, diese Angst davor, dein Publikum zu verärgern", sagte sie.

Die Fans von Countrybands stammen oft aus dem republikanischen Milieu, in dem das Waffenrecht für besonders wichtig gehalten wird. "Meine Haltung dazu ist sehr unpopulär", sagte Crow. Sie wünscht sich jedoch, das andere Musiker sich in Zukunft ähnlich wie sie äußern: "Ich hoffe, dass es Leute gibt, die einen Weg aus ihrer Angst finden, die sich für Menschlichkeit einsetzen."

Für Aufsehen sorgte Anfang Oktober der Countrymusiker Caleb Keeter, der das Shooting in Las Vegas überlebte. Er schrieb damals auf Twitter, dass er seine Meinung zum Waffenrecht geändert habe: "Wir brauchen ein Waffengesetz. Jetzt."

bbr

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