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26. Januar 2017, 12:27 Uhr

Livestream gegen Trump

Shia LaBeouf in New York festgenommen

Shia LaBeouf protestiert mit einem Livestream aus New York gegen US-Präsident Donald Trump. Nun wurde der Künstler auf offener Straße von Polizisten abgeführt.

Je schräger, desto besser, nach diesem Motto zelebriert Komiker Shia LaBeouf bereits seit Längerem künstlerische Aktionen. Er lief mit einer Papiertüte auf dem Kopf über den roten Teppich, störte eine Broadway-Aufführung und streamte im vorigen Oktober seine Hochzeit mit Kollegin Mia Goth.

Seit wenigen Tagen, seit der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump, lässt LaBeouf vor einem Museum in New York erneut einen Livestream laufen - diesmal geht es aber nicht um das Privatleben des Schauspielers. Es ist eine Mitmach-Aktion, fremde Menschen stellen sich vor die Kamera und sagen den Satz: "Er wird uns nicht spalten." Immer wieder erscheint auch der 30-Jährige vor der Kamera.

Am frühen Donnerstag indes betraten Polizisten die Szene - und nahmen LaBeouf vorübergehend fest. Anlass war offenbar ein Streit: Den Angaben der Polizei zufolge hatte LaBeouf einen 25-Jährigen am Schal gezogen und im Gesicht gekratzt. Auf einem Video bei YouTube ist die Szene nicht festgehalten, lediglich im Hintergrund ist ein Tumult zu erkennen.

Eine Stellungnahme von LaBeouf gibt es bisher nicht. Auch der Auslöser für den Streit ist nicht bekannt. Vor einigen Tagen hatte er der Nachrichtenagentur AP gesagt, er wolle die Aktion nicht als Anti-Bewegung verstanden wissen. "Ich sage nur: Seid nett zueinander."

Der Livestream soll bis zu den nächsten Präsidentschaftswahlen laufen - vier Jahre lang.

sms/AP

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