Shia LaBeoufs Kindheit "Wie eine Art Exorzismus"

"Transformers"-Star Shia LaBeouf machte vor zwei Jahren Alkoholprobleme publik, nun erscheint ein Film über die harte Kindheit des skandalträchtigen Künstlers. Die Dreharbeiten waren offenbar intensiv.

Mark Blinch/REUTERS

Manchmal kann der eigene Job offenbar helfen, persönliche Probleme in den Griff zu bekommen. Das jedenfalls behauptet Shia LaBeouf. Die Arbeit an seinem autobiografischen Film "Honey Boy" habe sich als "therapeutisch" erwiesen, sagte der Schauspieler nun nach der Filmpremiere auf dem 44. Toronto International Film Festival in der kanadischen Metropole.

"Honey Boy" erzählt die Geschichte von LaBeoufs Aufwachsen in der Obhut seines alkohol- und drogenabhängigen Vaters. Der Schauspieler hat die Erfahrungen seiner von häuslicher Gewalt geprägten Kindheit in seinem Drehbuchdebüt verarbeitet, das die Regisseurin Alma Har'el verfilmte.

"Es fühlte sich wie eine Art Exorzismus an", sagte LaBeouf über die Arbeit an dem persönlichen Filmprojekt. Detailliert ging er nicht darauf ein, wie die Arbeit am Set seine persönliche Aufarbeitung der Kindheit beeinflusste, es gab aber offenbar deutliche Auswirkungen: "Es hat gewisse Dämonen verbannt", sagte der 33-Jährige.

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Shia LaBeouf: Kampf den Dämonen der Kindheit

LaBeouf spielt in "Honey Boy" seinen eigenen Vater. Der junge LaBeouf, der im Film den Namen Otis trägt, wird von Noah Jupe ("A Quiet Place") und später als Erwachsener von Lucas Hedges ("Manchester By The Sea") verkörpert. "Honey Boy" soll Anfang November in die US-Kinos kommen, der Zeitpunkt des deutschen Kinostarts ist noch unklar.

LaBeouf gilt als skandalträchtiger Künstler. Vor knapp zwei Jahren verurteilte ihn ein US-Gericht nach einer Festnahme wegen öffentlicher Trunkenheit und Behinderung der Justiz zu einer einjährigen Bewährungsstrafe. Der Richter verhängte auch eine Geldstrafe, zudem sollte der Schauspieler an einem Kurs zur Aggressionsbewältigung teilnehmen. LaBeouf soll unter anderem mehrere Polizisten rassistisch beleidigt haben.

Der Schauspieler, vor allem bekannt wegen seiner Rolle in "Transformers", entschuldigte sich für sein Benehmen später auf Twitter und gab Suchtprobleme zu. Er werde aktiv gegen sein Problem angehen.

mxw/dpa

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