Ex-Frau darf Geld behalten Berlusconi verliert Unterhaltsprozess

Silvio Berlusconi bleibt nach einem Gerichtsurteil auf mehreren Millionen Euro für seine Trennung sitzen. Derweil fällt der 80-Jährige Politiker mit Sprüchen über die Frau des neuen französischen Präsidenten auf.

Silvio Berlusconi
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Silvio Berlusconi


Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi hat einen Streit um Unterhaltszahlungen von zwei Millionen Euro pro Monat vor Gericht verloren. Die Richter entschieden zugunsten von Berlusconis Ex-Frau Veronica Lario, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Ansa meldete.

In dem Berufungsverfahren vor dem höchsten Gericht Italiens ging es um befristeten Unterhalt für die Zeit zwischen der Trennung des Paares 2009 und der Scheidung fünf Jahre später. Dieser belief sich auf zwei Millionen Euro im Monat. Berlusconi hatte eine Reduktion angestrebt. Im Falle eines Sieges des Politikers hätte seine Ex-Frau ihm Geld zurückzahlen müssen.

Seit 2014 beläuft sich Larios Unterhalt der Scheidungsvereinbarung zufolge auf 1,4 Millionen Euro im Monat. Berlusconi will auch hier einen geringeren Betrag zahlen. Dieses Verfahren läuft noch.

Berlusconi: Macrons Frau ist eine "bella Mamma"

Der 80-jährige Milliardär und Politiker und die Schauspielerin Lario hatten 1990 geheiratet. Sie war seine zweite Frau. Die 60-Jährige hatte sich nach Enthüllungen in italienischen Zeitungen, dass Berlusconi die Geburtstagsparty eines 18-jährigen Unterwäschemodels besucht hatte, von ihrem Mann getrennt.

An seinem Frauenbild haben Scheidung und der Unterhaltsstreit offenbar nur wenig geändert. Zum neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dessen älterer Ehefrau sagte Berlusconi bei einer Wahlveranstaltung am Montagabend in Monza: Macron sei ein "39 Jahre alter Bursche", mit viel Erfahrung und "vor allem mit einer schönen Mama, die ihn schon am Arm gehalten hat, als er noch ein Kind war".

Die 64-jährige Brigitte Macron war einst Lehrerin des jetzigen französischen Präsidenten. Berlusconi ist dagegen derzeit mit der 49 Jahre jüngeren Francesca Pascale zusammen. Im Prozess um "Bunga Bunga"-Partys wurde ihm Sex mit minderjährigen Prostituierten vorgeworfen. Der Prozess endete 2015 mit einem Freispruch mangels Beweisen.

apr/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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B!ld 16.05.2017
1.
Schade, dass es Louis de Funès nicht mehr gibt, der hätte eine angemessene Doku-Komödie über Berlusconi hinbekommen.
heinrich.busch 17.05.2017
2. Warum muß man
sich ständig über dekadente alte und junge Wichtigtuer blabla anhören oder lesen. Berlusconi ist ein menschlich bedauernswerte Kreatur, Millionen Minatsuntergalr ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden der sich täglich bemüht ein anständiges Leben zu führen und rund 30 Jahre Altersunterschied mit Liebe zu erklären ist albern. Hier wie da geht es um Macht, Geld und Gier, aber nicht ums Wohlsten irgendeiner Nation.
sammilch 17.05.2017
3. Berlusconi
Berlusconi ist ein ungezogener Wicht, der hätte mal besser wirkliche eine "Bella Mamma" gehabt, die ihm Grundwerte beibringt. Solange seine Frauen immer wesentlich jünger als er sind, sollte er sich mit solchen Aussagen zurückhalten. Aber was rede ich - eine Frau in seinem Alter wäre für ihn nicht denkbar - denn die können schon "Nein" sagen.
swenschuhmacher 17.05.2017
4.
Dass jemand wie Berlusconi Macron nicht verstehen kann, ist nicht überraschend. Ganz unrecht hat er aber nicht, wenn Macrons Frau wirklich seine Lehrerin war. Er sagt nur, was sicher viele denken. Mit Spott sollte sich jemand wie er aber zurückhalten, denn es ist schwer zu sagen, was anrüchiger ist: Ein Rentner, der kaum 18-jährigen hinterherhechelt oder eine Lehrerin, die mit ihrem rund 25 Jahre jüngeren Ex-Schüler zusammen ist.
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