Skandalsängerin Amy Winehouse schlägt Fan

Skandaldiva wieder in Topform: Bei einem Konzert stürzte sich Soul-Lady Amy Winehouse singend in die Menge - und versetzte einem aufdringlichen Fan kurz entschlossen einen Fausthieb. Danach sang sie ungerührt weiter.


London - Die Soul-Diva gab sich publikumsnah: In Glastonbury ließ sich Amy Winehouse am Samstagabend für ihren Hitsong "Rehab" von der Bühne in die Zuschauermenge heben. Dann aber wurde es ihr offenbar doch zu eng. Als ein Fan ihr allzu nahe rückte und sie berührte, schlug Winehouse kurz entschlossen zu - wenngleich nicht sehr heftig. Sicherheitskräfte drängten die Menge zurück, so dass die Soul-Musikerin sich singend entfernen konnte.

Sängerin Winehouse: Von ihrem Zusammenbruch hat sie sich gut erholt
REUTERS

Sängerin Winehouse: Von ihrem Zusammenbruch hat sie sich gut erholt

Dabei zeigte die Grammy-Gewinnerin, die auch ihren Hit "Back to Black" sang, keine Spur von Fahrigkeit oder Unsicherheit, wie sie Fans bei früheren Konzerten erlebt hatten. Die gut gelaunte 24-Jährige erschien in einem offenherzigen Kleid aus blauen Pailletten. Den Fans rief sie zu: "In zwei Wochen kommt mein Mann aus dem Gefängnis!" Der in Untersuchungshaft sitzende Blake Fielder-Civil (26) hatte kürzlich gestanden, einen Barkeeper angegriffen und die Justiz behindert zu haben.

Am Freitag war Winehouse beim Konzert zum 90. Geburtstag des südafrikanischen Freiheitshelden Nelson Mandela gefeiert worden. In ebenfalls guter Verfassung begeisterte sie mehr als 45.000 Fans im Hyde Park mit einer gelungenen Kurzshow. Sicher und selbstbewusst betrat sie die Bühne und lief auf ihren hochhackigen Schuhen auf dem Bühnensteg mitten in die jubelnde Menge.

Bis kurz vor den beiden Auftritten war es fraglich gewesen, ob Winehouse nach akuten Lungenproblemen überhaupt auf die Bühne gehen kann. Die Sängerin war am 16. Juni nach einem Ohnmachtsanfall in ein Krankenhaus gebracht und dann mehrere Tage behandelt worden. Nach dem Zusammenbruch hatte ihr Vater zunächst erklärt, Winehouse leide an einem gefährlichen Lungenemphysem. Ihre Sprecherin sagte jedoch wenig später, es seien lediglich erste Anzeichen diagnostiziert worden, die zu einer Lungenüberblähung führen könnten.

ase/AP/dpa



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