Skurrile Statue Paris Hilton auf dem Seziertisch

Während sich Paris Hilton vor ihrer Haftstrafe wegen Alkohol am Steuer fürchtet, haben ihre Eskapaden den Künstler Daniel Edwards inspiriert: Er kreierte ein Double der 26-Jährigen mit Diadem, Chihuahua, Babybauch und zum Reinfassen. Die Krönung: Die Figur thront auf einem Seziertisch.

New York - Edwards Paris-Hilton-Figur wird ab heute in der New Yorker Galerie Capla Kesting Fine Art ausgestellt. Er platzierte sie als Schwangere auf den Tisch eines gerichtsmedizinischen Instituts, in dem ihre Todesursache ermittelt werden soll. Mit dem Werk werde handgreiflich deutlich gemacht, dass auch Prominente nicht vor den Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums gefeit seien, warb die Galerie.

Für die Paris-Hilton-Figur entwickelte Edwards eine Möglichkeit, wie die Betrachter den Bauchraum öffnen und die inneren Organe einschließlich ungeborener Föten berühren können. Teenager bekämen so die Möglichkeit, aus der Perspektive eines Gerichtsmediziners die Folgen einer "Tragödie der Trunkenheit am Steuer" wahrzunehmen, erläuterte die Galerie. Sowohl Paris Hilton als auch ihr Chihuahua Tinkerbell, der zu der Skulptur zählt, tragen Diademe. Ein Mindestgebot für das Kunstwerk wurde vorerst nicht genannt.

Edwards machte sich bereits zuvor mit skurrilen Skulpturen einen Namen. So stellte er Popsängerin Britney Spears in Lebensgröße dar, wie sie gerade auf allen Vieren ein Kind zur Welt bringt.

Gefängnisse überfüllt: Hiltons Strafe könnte verkürzt werden

Hilton war zwei Mal am Steuer ihres Wagens erwischt worden, nachdem ihr im Januar wegen Trunkenheit am Steuer der Führerschein entzogen worden war. Sie soll am 5. Juni eine 45-tägige Haftstrafe antreten. Möglicherweise werde die Hotelerbin jedoch deutlich weniger Zeit im Gefängnis verbringen, erklärte das Büro des Sheriffs in Los Angeles. Zur Begründung verwies ein Sprecher auf die Überfüllung der kalifornischen Haftanstalten und auf eine mögliche Reduzierung der Strafe wegen guter Führung.

"Es ist möglich, dass sie 21 Tage oder 23 Tage verbüßt", sagte der Sprecher des Sheriffs, Steve Whitmore. "Möglicherweise wird es sogar noch weniger." Das Gesetz in Kalifornien sieht vor, dass Häftlinge Anspruch auf eine Verkürzung ihrer Strafe haben, wenn sie sich in Haft gut benehmen.

Whitmore betonte jedoch, Hilton werde nicht besser behandelt werden, weil sie prominent sei. Hilton soll ihre Haftstrafe am 5. Juni in einem Frauengefängnis antreten. Ihr Anwalt hat Berufung gegen das Urteil angekündigt.

jjc/AFP/AP

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