Solidarität Frau Chirac verteidigt arbeitsame Rachida Dati

Fünf Tage nach ihrem Kaiserschnitt stöckelte Rachida Dati zur Arbeit - und erntete Aufschreie von Frauenrechtlerinnen: Bernadette Chirac, Frau des ehemaligen Präsidenten, schwärmte nun von der arbeitsamen Ministerin, die ihr Kind stille und eine "sehr glückliche Mutter" sei.

Paris - Prominente Hilfe für Rachida Dati. Die französische Justizministerin kehrte nur fünf Tage nach der Kaiserschnitt-Geburt ihrer Tochter an ihren Arbeitsplatz zurück, war dafür teils heftig kritisiert worden.

Nun fand sich eine prominente Fürsprecherin: Bernadette Chirac, Frau des ehemaligen Präsidenten Jacques Chirac, sagte dem Fernsehsender Canal Plus, manche Frauen seien nach der Schwangerschaft eben müde und andere weniger.

Dati habe sich eben bereit gefühlt für die Arbeit, zudem habe sie ein exzellentes Team und sei gut organisiert.

Gleichzeitig sei sie eine "sehr, sehr glückliche Mutter". Sie stille sogar ihr Baby, offenbarte Frau Chirac. Bestimmt werde Dati ab und zu auch mal früher Feierabend machen, um ihrem Kind nahe zu sein. "Dieses kleine Wesen wird ihr sehr viel Glück bringen.

Dati hatte Anfang Januar per Kaiserschnitt ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Fünf Tage später erließ sie die Klinik mit ihrer Tochter Zohra, um wenig später - im dunklen Kostüm und mit Stöckelschuhen - an einer Kabinettssitzung im Elysée-Palast teilzunehmen.

Französische Frauenrechtlerinnen äußerten sich darüber empört.

Sie befürchten, Arbeitgeber könnten sich das Beispiel der Ministerin zunutze machen und Druck auf Frauen ausüben.

jjc/AFP
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