Sorgerecht Madonna und Guy Ritchie einigen sich über Kinder

Die Finanzen sind geklärt und nun auch der Verbleib der Kinder: Einem Zeitungsbericht zufolge soll Madonna nach der Scheidung von Guy Ritchie das Sorgerecht für Lourdes, Rocco und David bekommen. Der leibliche Vater von Madonnas Adoptivsohn aus Malawi findet deutliche Worte für ihr Verhalten.


London - Madonna und Noch-Ehemann Guy Ritchie haben sich nach einem Kompromiss über die finanziellen Aspekte ihrer Scheidung nun über den Umgang mit den drei Kindern geeinigt. Wie die "Mail on Sunday" berichtet, soll Madonna das Sorgerecht für Lourdes, 12, Rocco, 8, und David, 3, bekommen.

Die Pop-Diva werde mit den Kindern zurück in die USA ziehen, schreibt die Zeitung. Madonna soll Ritchie ein umfassendes Besuchsrecht für den gemeinsamen Sohn Rocco und den Adoptivsohn David eingeräumt haben.

Lourdes stammt aus einer früheren Beziehung Madonnas mit ihrem Fitnesstrainer. Ritchie plane schon den Kauf einer Wohnung in New York.

"Das wichtigste ist, dass er die Kinder sehen kann, wann immer er es will", zitierte das Blatt einen Freund des Regisseurs. Ritchie habe keinen grundsätzlichen Streit über das Sorgerecht führen wollen, weil Madonna den Kindern nie geschadet habe und auch keine schlechte Mutter sei.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die Anwälte des Promi-Paars auch Geld- und Immobilienfragen geklärt hatten. Demnach bekommt Ritchie bei der anstehenden Scheidung von der "Queen of Pop" Bargeld und Immobilien im Gesamtwert von bis zu 60 Millionen Pfund (77 Millionen Euro). Die Höhe der Bargeldsumme wird von unterschiedlichen Zeitungen zwischen 10 und 20 Millionen Pfund beziffert. Zu den Immobilien gehöre ein 485 Hektar großes Landgut im Südwesten Englands.

Eine nicht näher genannte Quelle sagte der britischen "Sun": "Die Verhandlungen waren relativ schmerzlos. Guy wusste, was er haben wollte, und Madonna wusste, was sie behalten wollte."

Kritik von Davids leiblichem Vater

Laut einem Bericht der "Mail on Sunday" hat sich nun auch der leibliche Vater des kleinen David eingeschaltet. Yohane Banda, der mit seiner zweiten Frau in Malawi lebt, sagte der Zeitung, er sei sehr enttäuscht, dass Madonna sich scheiden lasse: "Ich bin immer noch ein armer Bauer, der nicht viel besitzt, aber ich denke, dass David bei mir besser aufgehoben wäre."

Bandas erste Frau war kurz nach Davids Geburt gestorben. Inzwischen ist er zum zweiten Mal verheiratet und hat mit seiner Frau einen sieben Monate alten Sohn. "Wenn es in Madonnas Familie keine Liebe mehr gibt, kann David dann noch geliebt werden?", sagte Banda laut "Mail on Sunday".

"Er ist doch erst drei Jahre alt und musste schon so viel durchmachen." Er selbst habe das Glück, eine neue Familie und einen weiteren Sohn zu haben. "Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass David künftig kein Familienleben mehr haben wird, finde ich das unerträglich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Gott das gewollt hat."

han/dpa



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