Sorgerechtsstreit Pornostar lädt Sandra Bullock zum Plausch

Pornodarsteller, Drogenabhängige, Waffen: Weil ihre Stieftochter im Umfeld der leiblichen Mutter stark gefährdet sein soll, hat US-Schauspielerin Sandra Bullock mit Ehemann Jesse James das alleinige Sorgerecht beantragt. Jetzt bezog die Mutter erstmals Stellung zu den Vorwürfen.

Getty Images

New York - Kampf ums Kind: Seit Januar dieses Jahres unterstützt Sandra Bullock ihren Ehemann Jesse James bei der Erziehung seiner Tochter Sunny. Die leibliche Mutter der Fünfjährigen ist Janine Lindemulder, eine Pornodarstellerin, die sich mit ihrem Ex-Mann bis dato das Sorgerecht geteilt hat. Die 40-Jährige hat in etwa hundert Sexfilmen mitgespielt und zeitweiligen Drogenkonsum selbst zugegeben. Erst unlängst saß sie wegen Steuerhinterziehung ein halbes Jahr im Gefängnis.

In der Vergangenheit hatte Lindemulder zugegeben, einige "entsetzliche Entscheidungen getroffen zu haben". Sie versprach an einem Drogenentzugsprogramm teilzunehmen und sich einen neuen Job zu suchen. Derzeit steht sie laut eigenen Angaben nicht vor der Kamera und versucht, sich eine Existenz als Tattoo-Künstlerin aufzubauen.

In der US-Sendung "Good Morning America" äußerte sich die Blondine am Mittwoch erstmals zu dem laufenden Gerichtsverfahren um das Sorgerecht: "Was gibt ihr (Bullock) das Recht, mir meine Tochter wegzunehmen?" Schließlich gehe es in dem Rechtsstreit um ihr Kind: "Ich bin die beste Mutter, die ich sein kann."

Bullock hatte in dem Antrag des Vaters auf das alleinige Sorgerecht angeführt, die kleine Sunny werde tagsüber von ihrer Mutter allein gelassen, wenn diese ihren Drogenrausch ausschlafe. Sunny sei von Janine angewiesen worden, zu den Nachbarn zu gehen, "wenn sie es nicht schafft ihre Mutter zu wecken", heißt es in dem Schreiben. Der Vorwurf: Das Kind sei so gut wie nie in Kontakt mit Gleichaltrigen, besuche keine Vorschule oder öffentlichen Spielplätze und halte sich ausschließlich im Haus der Mutter auf.

Solche Angriffe von Seiten der Stiefmutter hätten sie "wahnsinnig verletzt", sagte Lindemulder jetzt und betonte, sie habe sich verändert und führe längst ein anderes Leben. "Sandy" habe keine Ahnung, wie der Alltag in ihrem Haus aussehe. "Komm doch einfach vorbei", fordert sie ihre Rivalin im Kampf ums Kind auf. "Ich koche uns etwas und wir sitzen beisammen, einfach zwei Frauen."

Ob sich Bullock auf ein solches Treffen einlassen wird, ist ungewiss. In ihrem Brief an den zuständigen Richter Thomas Coffin hatte die Hollywood-Mimin den Vorwurf zurückgewiesen, sie wolle das Sorgerecht für Sunny, weil sie selbst keine Kinder bekommen könne: "Meine Sorge und Verantwortungsgefühl für das Mädchen gehen darüber weit hinaus", so die Schauspielerin.

ala



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