Spice-Girls-Merch Näherinnen von Charity-T-Shirts verdienen nur Centbeträge

Die Spice Girls wollen sich für Frauen starkmachen - und greifen daneben. Eine Recherche offenbart nun die unmenschlichen Arbeitsbedingungen der Frauen, die die T-Shirts für die Kampagne nähen.

Die Spice Girls im Jahr 2000
DPA/ PA Wire

Die Spice Girls im Jahr 2000


Die Spice Girls verkaufen T-Shirts mit der Aufschrift "#IWannaBeASpiceGirl" (Ich will ein Spice Girl sein) und auf der Rückseite "gender justice" (Geschlechtergerechtigkeit). Nun ergibt eine Recherche der britischen Zeitung "The Guardian", dass die T-Shirts in Bangladesh von Frauen hergestellt werden, die umgerechnet 35 Pence (0,40 Euro) in der Stunde verdienen.

Mit den T-Shirts sollen ausgerechnet Gelder für eine Geschlechtergerechtigkeits-Kampagne der britischen Wohltätigkeitsorganisation Comic Relief gesammelt werden. Die T-Shirts kosten 19,40 Pfund (ca. 22 Euro). Davon sollen 11,60 Pfund (ca. 13 Euro) an Comic Relief gespendet werden, um "Gleichheit für Frauen" zu fördern.

Geschlechtergerechtigkeit nur für einige

Die Frauen, die sie herstellen, haben offenbar nicht viel davon: Sie sollen gezwungen worden sein, 16 Stunden am Tag zu arbeiten und von Managern als "Hurentöchter" beschimpft worden sein, wenn sie die hochgesteckten Ziele nicht erreicht haben.

Zahlreiche Prominente hatten mit den T-Shirts posiert, so zum Beispiel die britische Sportlerin Jessica Ennis-Hill.

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#Iwannabeaspicegirl ��

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Eine Sprecherin der Band sagte, man sei "zutiefst schockiert", auch Comic Relief zeigt sich "schockiert und besorgt". Beide sagen, sie hätten die Firma Represent - den Händler, der von den Spice Girls beauftragt wurde - vorab auf ethische Korrektheit überprüft. Der Anbieter habe aber ohne Wissen der Auftraggeber den Hersteller gewechselt. Represent sagt, man trage die volle Verantwortung.

sth



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