Stalking-Opfer Uma Thurman Bei Anruf, Angst!

Hollywood-Star Uma Thurman wird offenbar wieder von einem aufdringlichen Stalker belästigt. Es geht um mysteriöse Telefonanrufe. Bei dem Anrufer soll es sich um denselben Mann handeln, der den "Kill Bill"-Star schon seit Jahren verfolgt.

Getty Images

New York - Er hatte sie jahrelang mit Briefen und E-Mails bombardiert, ihr nachgestellt und immer wieder vor ihrem Domizil im New Yorker Stadtteil Greenwich Village gelauert. Der Stalker Jack Jordan war besessen von der Schauspielerin Uma Thurman. Er drang am Filmset in ihren Wohnwagen ein und sprach von Selbstmord, falls er Thurman je mit einem anderen Mann sähe.

2008 verurteilte ein Gericht in New York Jordan schließlich zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe. Er musste sich in psychiatrische Behandlung begeben und durfte sich der Schauspielerin fünf Jahre lang nicht mehr nähern.

Gegen diese Auflagen hat Jordan jetzt offenbar verstoßen. Laut dem Blog "E-Online" untersucht die New Yorker Polizei zwei verdächtige Anrufe, die Jordan bei Thurman gemacht haben soll. Dabei habe der verurteilte Stalker die Schauspielerin davor gewarnt, dass ihr Lebensgefährte Arpad Busson "nicht gut genug" für sie sei und sie stattdessen ihn heiraten solle.

Der erste Anruf sei am Freitagabend um 19 Uhr eingegangen, der zweite einen Tag später um 22 Uhr. Beide Male sei lediglich Thurmans Assistent am Apparat gewesen. Den Angaben von "E-Online" zufolge habe Jordan wissen wollen, wo sich Thurman aufhalte und gefordert, mit ihr verbunden zu werden.

Thurman sei ausgeflippt, als sie von den Anrufen erfahren habe und die Polizei alarmiert.

"Sie hat Strafanzeige gestellt", zitiert "E-Online" eine ungenannte Quelle bei der New Yorker Polizei. "Bislang gab es keine Verhaftung, aber wenn er hier auftauchen sollte, wird er festgehalten."

Unter Tränen hatte Thurman vor zwei Jahren im Verfahren gegen Jordan ausgesagt, sie fürchte um ihr Leben und das ihrer Familie und hoffe, dass dieser Albtraum endlich vorübergehe.

Jordans Anwalt hatte angeführt, sein Mandant leide an Schizophrenie und an einer bipolaren Störung. Er entging damals unter anderem deshalb einer Haftstrafe, weil sich seine Familie in Maryland um ihn kümmern wollte.

kng



© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.