Vergewaltigungsvorwurf Steven Seagal bricht Interview ab

Mehrere Frauen werfen Steven Seagal sexuelle Übergriffe vor. Als ihn eine Moderatorin danach fragt, ist das Gespräch schnell vorbei.

imago/ ITAR-TASS

Steven Seagal hat ein Interview mit BBC Newsnight abgebrochen. Als die Moderatorin Kirsty Wark den früheren Actiondarsteller auf Missbrauchsvorwürfe ansprach, zog dieser sich den Knopf aus dem Ohr, stand auf und ging weg.

Mehrere Frauen hatten dem Schauspieler und Produzenten im vergangenen Jahr sexuelle Belästigung und Missbrauch vorgeworfen. Die Schauspielerin Portia de Rossi hatte den 66-Jährigen in einem Tweet beschuldigt, während einer Probe den Reißverschluss seiner Hose vor ihr heruntergezogen zu haben.

Anfang des Jahres hatte eine Frau angegeben, 1993 als 18-Jährige von Seagal vergewaltigt worden zu sein. Wegen Verjährung führten die Vorwürfe nicht zu einer Anklage. Seagal bestreitet die Vorwürfe.

Als die BBC-Moderatorin im Interview fragte, wie er mit den Anschuldigungen umgehe, brach der Schauspieler das Gespräch sofort ab.

Seine große Zeit im US-Filmgeschäft hatte Seagal Ende der Achtziger- und zu Beginn der Neunzigerjahre mit Actionfilmen wie "Alarmstufe Rot". In Russland genießt er immer noch Kultstatus. Wladimir Putin hatte Seagal persönlich im November 2016 eingebürgert. Die beiden soll eine Freundschaft verbinden. Im August ernannte das russische Außenministerium den 66-Jährigen außerdem zum Sondergesandten für die Beziehungen zu den USA.

pia/dpa



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