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Steven Soderbergh: Vom Streit um eine Vaterschaft

Foto: WARREN TODA/ dpa

Steven Soderbergh Sex, Lügen und Alimente

Regisseur Steven Soderbergh sieht sich einer Vaterschaftsklage gegenüber: Ein australisches Mädchen soll seine Tochter sein. Der verheiratete Oscar-Preisträger ist seinem Anwalt zufolge irritiert, über die Klage an sich - weniger über deren Inhalt.

New York - Die Klage liegt beim Manhattan Supreme Court. Der Gerichtsakte zufolge macht die Australierin Frances Lawrencina Anderson geltend, dass Steven Soderbergh, 48, der Vater ihrer fünf Monate alten Tochter Pearl Button ist. Sie verlangt nun eine offizielle Anerkennung der Vaterschaft und finanzielle Unterstützung für das Kind, wie "New York Daily News"  und "New York Post"  berichteten.

Pearl Button Anderson kam im vorigen August zur Welt. Ihre Mutter, über die lediglich bekannt ist, dass sie in Sydney lebt, behauptet, im Winter 2009 mit Soderbergh ein Verhältnis gehabt zu haben. Damals inszenierte der Regisseur ein von ihm geschriebenes Theaterstück in Sydney.

Den Gerichtsakten zufolge gab es bereits einen Vaterschaftstest - und dieser soll belegen, dass das Mädchen die Tochter des "Sex, Lügen und Video"-Regisseurs ist.

Dennoch ist Soderbergh nach Angaben seines Anwalts irritiert über die Klage. Sein Klient habe freiwillig den DNA-Test gemacht, sagte Anwalt Bernard Clair der "New York Post". Außerdem verhandle man seit vergangenen April in Australien über eine Einigung. Ein gerichtlicher Schritt sei also nicht nötig gewesen, so der Anwalt. Allerdings habe sich die Gegenseite in den vergangenen zwei Monaten in Schweigen gehüllt.

Nun also liegt der Fall in New York.

Das hat nach Clairs Ansicht nur ein Ziel: Einen möglichst guten Gerichtsstand zu finden - "aufgrund des Irrglaubens, dass New York einem Baby, das in Australien lebt, gegenüber großzügiger sein könnte als die australischen Gerichte". Sollte die Aktion als Drohung dienen, sei sie gescheitert, sagte Clair dem Blatt zufolge. Ob - und wenn ja wie viel - Soderbergh bereits für das Kind gezahlt hat, wollte der Anwalt nicht sagen.

Andersons Anwalt, der renommierte Raoul Felder, wollte sich zu dem Fall nicht äußern.

Besonders pikant an der Geschichte: Soderbergh ist seit 2003 mit der US-Fernsehmoderatorin Jules Asner verheiratet. Der Regisseur war 1989 mit dem Independent-Streifen "Sex, Lügen und Video" bekannt geworden. 2001 gewann er den Regie-Oscar für "Traffic - Macht des Kartells". Mit "Erin Brockovich" und "Ocean's Eleven" folgten weitere Hits. Zuletzt brachte Soderbergh "Der Informant" mit Matt Damon auf die Leinwand.

siu/dpa

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