Streit unter Schauspielern Baldwin verklagt Costner

Schauspieler Stephen Baldwin fühlt sich von einem Kollegen hintergangen: Kevin Costner. Zusammen hatten sie in eine Firma investiert, die Zentrifugen an den Öl-Konzern BP lieferte. Jetzt sagt Baldwin, er sei von einem entscheidenden Meeting ausgeschlossen worden - und reichte Klage ein.

Stephen Baldwin: Klage gegen den Kollegen Costner
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Stephen Baldwin: Klage gegen den Kollegen Costner


New Orleans - Stephen Baldwin hat mindestens einmal in seinem Leben ganz von vorne angefangen. Er ist Schauspieler wie seine drei älteren Brüder Alec, Daniel und William. Seine bekannteste Rolle hatte er vor Jahren in dem mit zwei Oscars prämierten Film "Die üblichen Verdächtigen". Er hat eine Menge unbedeutender Filme gedreht, auch einige Sexszenen, er hat in Reality-Shows mitgemacht, er hat geraucht, gesoffen, gezockt.

Seit dem 11. September 2001 aber bezeichnet er sich als wiedergeborener Christ, hörte auf zu rauchen, zu trinken, nahm an Wahlkampfveranstaltungen für George W. Bush teil und zog gegen einen Sexshop bei New York zu Feld.

Er versuchte sein Leben zu ordnen. Doch geschäftlich scheint es nicht so glatt gelaufen zu sein.

Denn jetzt hat Baldwin seinen Kollegen und ehemaligen Geschäftspartner Kevin Costner verklagt. Bei dem Rechtsstreit geht es um Gewinne aus einem Unternehmen, das Zentrifugen zur Klärung von Wasser und Öl herstellt. Die Zentrifugen wurden unter anderem von dem Ölunternehmen BP bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eingesetzt.

In der am Mittwoch in New Orleans eingereichten Klageschrift heißt es, Baldwin und ein Freund seien von Costner und einem weiteren Geschäftspartner hintergangen worden, als diese mit dem Ölunternehmen BP im April ein Geschäft über 18 Millionen Dollar (13,7 Millionen Euro) abschlossen. BP bestellte damals 32 der Zentrifugen, die im Juni auf einem Schiff im Golf zum Einsatz kamen.

Laut Baldwin seien er und ein Freund von einem entscheidenden Meeting ausgeschlossen worden. Deswegen hätten sie nichts von dem Zentrifugen-Deal gewusst, als sie drei Tage später zustimmten, ihre Firmenanteile zu verkaufen.

otr/dapd



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Moewi 23.12.2010
1. Keine Macht den Titeln
---Zitat von Artikel--- Er hat eine Menge unbedeutender Filme gedreht, auch einige Sexszenen, er hat in Reality-Shows mitgemacht, er hat geraucht, gesoffen, gezockt. ---Zitatende--- ---Zitat von verlinkter Artikel von 2006--- http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-48046174.html Er hat eine Menge unbedeutender Filme gedreht, auch einige Sexszenen, er hat in Reality-Shows mitgemacht, er hat geraucht, gesoffen, gezockt(...) ---Zitatende--- Also wenigstens ein paar Änderungen kann man doch verlangen, oder?
viceman 24.12.2010
2. aber geldgeil sind und bleiben diese
Zitat von sysopSchauspieler Stephen Baldwin fühlt sich von einem Kollegen hintergangen: Kevin Costner. Zusammen hatten sie in eine Firma investiert, die Zentrifugen an den Öl-Konzern BP lieferte. Jetzt sagt Baldwin, er sei von einem entscheidenden Meeting ausgeschlossen worden - und reichte Klage ein. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,736503,00.html
"wiedergeborenen christen".das ist alles sehr merkwürdig bzw. unglaubwürdig. so ähnlich sehe ich diese klage...
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