"Tatort"-Duo Ben Becker und Ulrike Folkerts "Ich war so verliebt"

"Es war wie damals": 1991 ermittelten Ben Becker und Ulrike Folkerts im "Tatort", nun standen sie erneut vor der Kamera. Offenbar kamen bei Becker nicht nur Erinnerungen hoch - sondern auch alte Gefühle.

Jacqueline Krause-Burberg/ SWR

28 Jahre ist es her, dass Ben Becker und Ulrike Folkerts für eine inzwischen legendäre "Tatort"-Folge vor der Kamera standen. Jetzt haben die beiden erneut als TV-Ermittler zusammengearbeitet - was für Becker eine offenkundig emotionale Angelegenheit war.

"Ich war vor 30 Jahren so verliebt in diese Frau", sagte Becker der "Bild am Sonntag". "Aber leider beiße ich da auf Granit. Und vielleicht ist das ja auch gut so." Die offen lesbisch lebende Folkerts ist in der Rolle der Lena Odenthal die dienstälteste deutsche TV-Polizistin. Seit 1989 ist sie als Ermittlerin in Ludwigshafen im "Tatort" zu sehen.

Für den Jubiläums-"Tatort" mit dem Titel "Die Pfalz von oben" schließt der SWR an den legendären TV-Krimi "Tod im Häcksler" aus dem Jahr 1991 an. Der Film galt damals als skandalös, auch Politiker schalteten sich in die Debatte darüber ein (mehr darüber erfahren Sie hier). In der aktuellen Folge trifft Odenthal einen Polizisten wieder, mit dem sie damals ein Tête-à-Tête hatte: Diesen Beamten spielt Ben Becker.

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Ben Becker: Erinnerungen an 1991

"Es war ein sehr, sehr schönes Gefühl, die gleiche Rolle wieder zu übernehmen. Das passiert einem Schauspieler ja sonst nie", sagte Becker. "Es war unheimlich spannend zu sehen, wie schnell die Figur direkt wieder da war. Dazu kommt, dass es unheimlich schön ist, zusammen mit Ulrike Folkerts zu spielen. Es war wie damals. Ganz toll."

Auch Folkerts hängt am "Tatort" - allerdings an jeder Episode, an der sie beteiligt ist. "Ich guck das. Ich muss das angucken", sagte sie neulich. "Ich muss an diesem Tag, das ist etwas Sinnliches, mit der Nation zusammen zur gleichen Zeit um 20 Uhr schon Nachrichten und dann diese anderthalb Stunden gemeinsam schauen."

Folkerts hatte erst vor wenigen Monaten in einem Interview über ihr Privatleben geplaudert. Die Schauspielerin, die seit mehr als anderthalb Jahrzehnten mit Katharina Schnitzler zusammen ist, empfand die Zeit nach ihrem Outing demnach als sehr schwierig. "Das war, wie durch eine Welle geschleudert zu werden", sagte sie.

"Wenn man entdeckt, dass man homosexuell ist, stellt sich das Leben auf den Kopf". Die 58-Jährige lebt seit mehr als 20 Jahren offen lesbisch. Damals sei dies nicht so normal gewesen wie heutzutage: "Mich zu outen, war ein riesiger Kraftakt." Seit mittlerweile 16 Jahren lebt Folkerts mit ihrer Partnerin in Berlin. "Ich kann mich jeden Morgen daran erfreuen, wenn ich aufwache und meine Freundin sehe - bei ihr habe ich das Gefühl, ich werde geliebt, genau so, wie ich bin."

mxw/dpa



insgesamt 27 Beiträge
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Susi Sorglos 17.11.2019
1. Ich habe nach 30 Minuten abgeschaltet.
Fast ein Kitschroman wie sie das ZDF dauernd ausstrahlt. Kein Tatort.
Landradler 17.11.2019
2. Unter-unterirdisch
Ich habe schon viele unterirdische Tatorte gesehen. Dieser hier untertrifft alle. In jeder Beziehung.
handynutzerin 17.11.2019
3. Ohje...
Da fehlte der Pepp. Lahme Jubiläumsfolge. Als ich schon das Wiedersehen Odenthal/Tries erleben musste, war klar, der Film ist Schrott. Hätte man so cool aufziehen können!!!
LapOfGods 17.11.2019
4.
Der erste Mord war von der Machart her unmöglich. Sonst war's OK. Lustig: Der Mörder war ein Herr Trump aus der Pfalz.
hansamahu48 17.11.2019
5. Einschlafmäßig
fade die ganze Handlung. Mag man über die USA denken wie man will, aber im Fernsehen wird dort nicht geraucht. Auch ich habe endlich damit aufgehört, dafür durfte ich im `Tatort´ ständig `mitrauchen´. Wir imitieren doch sonst so einiges aus diesem Land, warum nicht auch das Nichtrauchen?
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