Neuer Wohnsitz Regensburg Tebartz-van Elst bezieht 180-Quadratmeter-Wohnung

Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst lässt sich in Regensburg nieder. Bescheiden wird sein Domizil auch künftig nicht sein: Seine Familie hat für ihn eine großzügige Vier-Zimmer-Wohnung angemietet.
Tebartz-van Elst: Der Ex-Bischof wohnt weiterhin großzügig

Tebartz-van Elst: Der Ex-Bischof wohnt weiterhin großzügig

Foto: Boris Roessler/ dpa

Limburg - Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird auch weiterhin großzügig wohnen: Er werde in Regensburg eine 180 Quadratmeter große Wohnung beziehen, bestätigte seine Sprecherin Eva Demmerle nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" ("WamS"). Tebartz-van Elst war wegen eines Skandals um hohe Baukosten für den Limburger Bischofssitz von Papst Franziskus abberufen worden.

Im Juni hatte Demmerle, die ehemalige Sprecherin des Bistums, mitgeteilt, dass Tebartz-van Elst keine Dienstwohnung in Anspruch nehme, wie sie einem emeritierten Bischof zustehe. Die Familie Tebartz-van Elst habe die Wohnung im beschaulichen Regensburg gemeinsam angemietet, um dem Ex-Bischof Zeit zur beruflichen Neuorientierung zu verschaffen, heißt es in der "WamS".

Unterschrieben habe den Mietvertrag ein Bruder von Tebartz-van Elst im Namen aller fünf Geschwister, sagte Demmerle laut der "WamS". Das Haus in bester Lage am Rande der Altstadt wird der Zeitung zufolge derzeit saniert und steht kurz vor der Fertigstellung. Der Ex-Bischof wolle sich die geräumige Vier-Zimmer-Wohnung offenbar hin und wieder mit seiner Schwester teilen. Vergleichbare Wohnungen kosten dem Bericht zufolge in Regensburg zwischen 1500 und 2000 Euro Warmmiete.

Der Ex-Bischof wartet in Regensburg auf eine neue Aufgabe in der Kirche, nachdem eine kircheninterne Prüfung der hohen Baukosten für seinen neuen Bischofssitz in Limburg schwere Fehler aufgezeigt hatte. Dem Zeitungsbericht zufolge bezieht er derzeit ein Ruhestandsgehalt von 5600 Euro brutto.

Mitte Juli hatte das Bistum Limburg sein Vermögen offengelegt. Damit will es das durch den Finanzskandal um seinen früheren Bischof verloren gegangene Vertrauen zurückgewinnen.

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