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Aga Khan und Begum: Ende einer Ehe

Foto: LAURENT REBOURS/ ASSOCIATED PRESS

Teure Scheidung von Begum Stewardess-Affäre kostet Aga Khan Millionen

Der reiche Religionsführer Aga Khan und die hübsche Deutsche galten lange als Traumpaar, nun ist es endgültig vorbei - mit enormen finanziellen Folgen: Er muss 60 Millionen Euro Abfindung an Begum Aga Khan alias Gabriele Prinzessin von Leiningen zahlen. Aus Sicht der Richter ist er schuld am Scheitern der Ehe.

Paris - Zumindest finanziell hat sich die Ehe gelohnt: Die 48-jährige Deutsche Gabriele Inaara Begum Aga Khan bekommt von ihrem Ex-Mann 60 Millionen Euro Abfindung. Sie war nur sechs Jahre mit dem 74-jährigen Aga Khan verheiratet. Ein Berufungsgericht in Amiens hat ihr diese Summe in zweiter Instanz zugesprochen, wie die Web-Seite der französischen Zeitung "Le Figaro" und die "Bild"-Zeitung am Samstag berichteten. Aga Khan trage die alleinige Schuld für die gescheiterte Ehe, urteilten die Richter.

Seine außerehelichen Beziehungen seien eine "Verletzung der Regeln und Pflichten einer Ehe und wiegen umso schwerer, als sie öffentlich vorgeführt worden seien", zitierte der "Figaro" aus dem Urteilstext. Er habe seine Frau unter anderem mit der Stewardess seines Privatjets betrogen - und zwar "mehrere Jahre" lang.

In erster Instanz hatten beide Ehepartner laut "Le Figaro" noch gleichermaßen Schuld an der Trennung bekommen. Der Aga Khan habe seiner Frau vorgeworfen, die Pflichten der Frau eines Religionsführers verletzt zu haben. Das Gericht sprach der Frau damals nur zwölf Millionen Euro zu.

Begum muss Namen und Titel abgeben

Der Aga Khan, ein Liebling der Boulevardpresse, heißt mit bürgerlichem Namen Karim al-Husseini und ist das Oberhaupt der Ismailiten. Diese liberal ausgerichtete Glaubensgemeinschaft gilt als wohlhabend, ist eine Abspaltung der muslimischen Schiiten und hat heute rund 20 Millionen Anhänger in Zentralasien, Afrika und Europa. Der jeweilige Aga Khan gilt als direkter Nachkomme des Propheten Mohammed.

1998 heiratete er die Deutsche Gabriele Prinzessin von Leiningen, die sich nach der Hochzeit Inaara Begum Aga Khan nannte. "Mit dieser Frau will ich endlich sesshaft werden, mein Leben ändern", soll er Freunden laut der "Bild"-Zeitung gesagt haben.

Der Aga Khan gilt als einer der reichsten Männer der Welt. Zu seinem Vermögen hat er vor Gericht allerdings keine Angaben gemacht, also waren die Richter auf Schätzungen angewiesen. Sie seien auf "mindestens zehn Milliarden Euro" gekommen, schreibt die französische Zeitung.

Die ehemalige Begum bekommt aber nicht nur etwas, sondern muss auch etwas abgeben - und zwar Namen und Titel, urteilten die Richter. Sie kam als Gabrielle Homey zur Welt, nahm nach der Adoption durch ihren Stiefvater Bodo Thyssen dessen Nachnamen an, heiratete dann Karl-Emich Prinz von Leiningen und hieß Gabriele Prinzessin zu Leiningen. Die beiden ließen sich 1998 scheiden.

Ihre zweite Ehe mit dem Aga Khan hielt allerdings auch nicht lange: Die beiden trennten sich bereits 2004, nach sechs Jahren Ehe, schreiben beide Zeitungen übereinstimmend. Sieben Jahre habe es gedauert, bis die Richter in Amiens die Details der Trennung geregelt haben.

fln/dpa
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