Netflixserie "Tiger King" Zoo von Joe Exotic geht an Tierrechtsaktivistin Carole Baskin

Durch die Serie "Tiger King" wurde die Fehde zwischen Joe Exotic und Carole Baskin bekannt. Nun hat ein Gericht der Tierrechtsaktivistin den früheren Privatzoo ihres Erzfeindes zugesprochen.
Carole Baskin: Tierrechtsaktivistin und Erzfeindin von Joe Exotic

Carole Baskin: Tierrechtsaktivistin und Erzfeindin von Joe Exotic

Foto: Loren Elliott/ AP

Der aus der Netflix-Serie "Tiger King" bekannte US-Amerikaner Joe Exotic (bürgerlich Joseph Allen Maldonado-Passage) hat seinen ehemaligen Privatzoo an seine Erzfeindin verloren: Ein Gericht in Oklahoma City sprach die Anlage der selbsternannten Tierrechtsaktivistin Carole Baskin zu.

Nach jahrelangem Rechtsstreit übernimmt Baskin damit die sechs Hektar große Anlage südlich von Oklahoma City. Die Tiere sind darin jedoch nicht eingeschlossen, sie müssen umgesiedelt werden. Der jetzige Betreiber des Zoos, Exotics früherer Geschäftspartner Jeff Lowe, muss das Gelände demnach innerhalb von 120 Tagen räumen.

Die Serie "Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere" über exzentrische Großkatzenliebhaber hatte sich beim Streamingdienst Netflix innerhalb kürzester Zeit zu einem Erfolg entwickelt. In der True-Crime-Miniserie waren mehrere Inhaber von Privatzoos in den USA vorgestellt worden, die Tiger und Löwen unter fragwürdigen Bedingungen züchten und halten.

Im Mittelpunkt stand dabei der "Tiger King" Joe Exotic, der einen Mörder angeheuert haben soll, um Baskin umzubringen. Baskin und ihre Organisation Big Cat Rescue hatten dem schillernden Privatzoobesitzer Tierquälerei vorgeworfen.

Joe Exotic wiederum hatte Baskin beschuldigt, ihren verschwundenen Ehemann umgebracht zu haben. Die beiden führten eine jahrelange Fehde. Exotic war schließlich zu 22 Jahren Gefängnis wegen des Mordauftrags sowie Verstößen gegen Tierschutzbestimmungen verurteilt worden.

bbr/dpa/AFP
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