Til Schweiger auf Facebook Na du Doof!

Gute Fans, böse Fans: Im Saarland hat sich Til Schweiger von freundlichen Bewunderern feiern lassen. Auf Facebook teilte er gleichzeitig mal wieder aus.

DPA

Til Schweigers Postings auf Facebook sind streitbar - manchmal berüchtigt, gern offensiv und selten bescheiden. Man sieht ihn mit Arnold Schwarzenegger ("Breakfast with two champions"), mit Soldaten in Afghanistan ("Danke für alles, was du für uns Soldaten getan hast") oder auf einem Screenshot der Titelseite der "Saarbrücker Zeitung", auf der er zu sehen ist.

"Schweiger löst Versprechen in Saarbrücken ein", heißt es da - gemeint ist eine Stippvisite des Schauspielers und Produzenten in der Stadt. Gut hundert Fans hatten sich im Rathaus eingefunden, um Selfies mit dem 53-Jährigen zu knipsen.

"Wer will eine Autogrammkarte?", rief Schweiger, der seinen Besuch als eine Art Entschädigung dafür betrachtete, dass er im November nicht persönlich zu einer Gerichtsverhandlung erschienen war. Er hatte sich bei einer Klage einer Saarländerin wegen eines Facebook-Posts von einer Anwältin vertreten lassen.

Weil deshalb "viele ein bisschen traurig waren" und er immer halte, was er verspreche, sei er nun doch noch gekommen, sagte Schweiger. Vor Gericht ging es darum, dass er eine kritische private Nachricht einer Frau bei Facebook veröffentlicht hatte. Die 58-Jährige wollte, dass Schweiger den Eintrag lösche. Ihre Klage wurde abgewiesen; ihr Anwalt prüft derzeit, ob er in Berufung geht.

Schweiger kündigte an, er werde sich weiter gegen Hass-Nachrichten zur Wehr setzen. "Das ist mein gutes Recht. Und das ist meine Seite, da kann ich schreiben, was ich will." Eine andere Möglichkeit sei, Hass-Nachrichten zu ignorieren, aber nicht für ihn. "Ich bin eben so. Warum soll ich darüber wegsehen? Bin ja der Einzige, der darauf aufmerksam macht."

Das tat Schweiger nun wieder: Er postete den Screenshot eines unfreundlichen Beitrags mit dem seiner Meinung nach passenden Kommentar:

ala/dpa



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